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Volkshochschule Bremgarten befasste sich mit Recht und Gerechtigkeit

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Die Vorträge wurden durch eine Reise nach Italien ergänzt.

Unter dem Titel "Recht und Gerechtigkeit" befassten sich dieses Jahr die kompetenten Referenten der erfolgreichen Vortragsreihe aus archäologischer, philosophischer und theologischer Sicht mit dem Thema. Als abschliessender Höhepunkt organisierte Dr. Stephan Gottet, Initiant der erfolgreichen Vortragsreihe, eine dreitägige Exkursion ins Piemont und nach Mailand.

Am ersten Kursabend befasste sich Dr. Elena Mango aus archäologischer Sicht mit dem römischen Recht. Die interessierten Zuhörer konnten erfahren, dass das Zwölftafelgesetz erstaunlich vieles regelte, sei es das Erscheinen vor Gericht, Grundeigentumsfragen, Körperverletzung, Diebstahl und anderes mehr. Dr. Goran Grubacevic präsentierte aus philosophischer Sicht die Befürworter und Gegner der Todesstrafe. Abschliessend erläuterte er Beccarias Einwände gegen die Todesstrafe mit
Argumenten, wie sie auch von Amnesty International vorgetragen werden. Dr. Hanspeter Ernst verstand es, mit seinem Vortrag die interessierten Zuhörer zu fesseln. Als Theologe befasste er sich mit einem Text über das alttestamentliche Recht, welches kultischreligiöse Weisungen enthält. An einem weiteren Abend zeigte Dr. Stephan Gottet Bilder von seiner geplanten Exkursion ins Piemont und nach Mailand. Damit weckte er Neugierde und Freude flur die bevorstehende Reise.

Exkursion ins Piemont und nach Mailand
Am Freitag, 3. April besammelten sich die erwartungsvollen Reiseteilnehmer pünktlich auf dem Isenlaufparkplatz. Auch dieses Jahr konnten sie auf den bewährten Jakob Vögeli zählen, der sie wie in den Vorjahren mit sicherer Hand chauffierte. Die Reise führte über Wohlen nach Lenzburg auf die Autobahn. In der Autobahnraststätte Gruyre machte die Gruppe einen kurzen Kaffeehalt, um anschliessend durch die frühlingshafte Landschaft nach Aosta zu fahren. Ein vorzügliches Mittagessen erwartete sie im gediegenen Restaurant Vecchia Aosta. Gestärkt ging die Fahrt weiter nach Casale Monferrato. Im gepflegten Hotel Candiani bezogen alle die Zimmer, anschliessend führte der Einheimische Ezio Bacchetta die Gruppe durch seine Stadt. Im Dom S. Evasio bestaunten die Reisenden die prächtigen romanischen Mosaiken. Ein weiterer Höhepunkt war der Palazzo Gozzarn mit seinem prunkvollen Eingangsbereich. Dank Hanspeter Ernst bot sich noch Gelegenheit zur Besichtigung einer jüdischen Synagoge. Mit italienischen Spezialitäten wurden alle zum Abschluss des Abends im Ristorante La Torre verwöhnt.

Am Samstagmorgen reisten alle nach Santa Maria di Vezzolano. Stephan Gottet führte die Gruppe durch die Kirche. Besonders beeindruckte die Reisenden das Relief mit den 40 Königen aus Judäa. Als weiterer Höhepunkt folgte der Besuch der romanischen Kirche San Secondo in Cortazzone aus dem 11. Jahrhundert. Stephan Gottet machte auf viele Details der Südfassade aufmerksam. Nebst dem Flecht-, Blatt- und Rankenwerk zieren Menschenköpfe und Tiere das Mauerwerk. Einzigartig und durchaus unüblich an einer Kirchenwand; die körperliche Vereinigung von Mann und Frau. Im Innenraum gibt es besondere Kapitelle zu bewundern, die bildhauerischen Dekorationen sind voller Symbolik. Nach einer kurzen Fahrt erreichte die Gruppe Asti, im Museum San Anastasio wurde die karolingisch-frühromanische Krypta der ehemaligen Kirche bewundert. Nach einem vorzüglichen Mittagessen im Ristorante 11 Flauto Magico schlenderten die Reisenden durch den Warenmarkt, anschliessend ging die Fahrt weiter nach Serralunga, wo die Terracota-Figuren des Sacro Monte di Crea besichtigt wurden. Als krönenden Abschluss des Tages folgte ein besonderes Galadiner im auf einer Kuppe gelegenen, weit über die prächtige Landschaft hinausblickenden Castello di Uviglie. In der besonderen Atmosphäre dieses Schlosses genossen die Reisenden die feinen Spezialitäten und bestaunten anschliessend den grossen Gewölbekeller.

Am Sonntagmorgen ging die Reise weiter nach Mailand. In der Kirche S. Maurizio wurden die farbenprächtigen Wandmalereien bestaunt. Im nahe gelegenen archäologischen Museum führte Stephan Gottet durch die Sammlung. Im bekannten Museum Brera gab es Spitzengemälde von sehr bekannten Malern zu bestaunen. Im Ristorante 11 Cestino erwartete die Gruppe anschliessend ein währschaftes Mittagessen. Nachher erfolgte die Rückkehr ins heimatliche Bremgarten mit vielen neuen Eindrücken.

An dieser Stelle danken alle Stephan Gottet und seiner Frau Jeannette für die umsichtige Planung und Organisation. Nebst den interessanten Führungen wurden die Teilnehmer auch kulinarisch bestens verwöhnt. Alle freuen sich schon jetzt auf die nächste Reise.

Richard Keller

Zu den Bildern

1. Dr. Hanspeter Ernst, Hans Welti und Dr. Stephan Gottet im Gespräch.

2. Dr. Stephan Gottet beim Erklären der Fassade.

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