Vogel- und Naturschutzverein Wettingen

Vogel- und Naturschutzverein Wettingen: Wechsel im Co-Präsidium

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Generalversammlung des Vogel- und Naturschutzvereins Wettingen

Nordpol und Mittelmeer liegen beide im Wallis – und nicht mehr als sieben Kilometer auseinander. Das haben die 70 staunenden Gäste des Vortrages von Laudo Albrecht gelernt, der den Beginn des Abends machte. Eiskalt wie Spitzbergen gibt sich nämlich die Quellregion des Grossen Aletschgletschers, während die Walliser Felsensteppe furztrocken und „hüere heis“ wie Spanien ist. Derart anschaulich hat der Leiter des Pro Natura Zentrums Aletsch mit seinem breiten Walliser Dialekt und mit genialen Fotografien den Anwesenden die Region des UNESCO-Weltnaturerbes Jungfrau-Aletsch näher gebracht. Im Zentrum des Vortrags stand der mit 23 Kilometern längste Eisstrom der Alpen, dessen bis 1000 Meter mächtiges Eis sich weit oben immer neu bildet und mit bis zu 200 Metern pro Jahr zu Tal fliesst, wo es in den letzten Jahrzehnten immer schneller wegschmilzt. Aus dem eisigen Lebensraum für Gletscherflöhe, Moose und Algen werden allmählich Rasen, Auen und Wälder. Dort lebt das „Traumpaar“ Arve und Tannenhäher. Sie liefert ihm nahrhafte Nüsschen, er versteckt sie an guten Stellen im Boden und sichert damit nicht nur seinen Wintervorrat, sondern auch ihre Ausbreitung.

Die Generalversammlung nach dem Vortrag stand im Zeichen einer Neubesetzung an der Vereinsspitze: Theo Fischbach, der seit 2006 im Vorstand und seit 2007 als Co-Präsident amtete, trat wie vor einem Jahr angekündigt aus dem Vorstand zurück. Er blickte auf sieben interessante Jahre zurück und betonte das stets gute Einvernehmen mit den Kolleginnen und Kollegen im Vorstand. Der verbleibende Co-Präsident, Helmut Nowack, dankte für die hervorragende Zusammenarbeit und überreichte dem scheidenden Kollegen zwei Fotoalben und eine Flasche „Chlöpfmost“, sowie dessen Ehefrau eine Blumenschale zum Auspflanzen in den Garten. Die Versammlung wählte einstimmig das Vorstandsmitglied Daniel Stucky zum neuen Co-Präsidenten. Sie verzichtete auf eine Ergänzungswahl, da der Vorstand mit neun Mitgliedern immer noch gut besetzt ist. Die übrigen Traktanden waren rasch abgewickelt. Das Vereinsvermögen nahm aufgrund einer an der letzten GV beschlossenen namhaften Spende leicht ab. (mu)

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