Trotz Bise und ausbleibender Sonne fand sich am letzten Samstagmorgen eine stattliche Anzahl Helfer bei den Judenweihern ein um anlässlich des zweiten Rheinfelder Naturschutztags das dortige Schutzgebiet weiter aufzuwerten. Mit dem Anlegen von speziell geschichteten Asthaufen und mit Mergel angereicherten Stein-“Burgen“, sogenannten Kleinstrukturen, wird der Lebensraum am Weiher für verschiedene Amphibien- und Reptilien-Arten attraktiver. Dieses schon allein durch seine Abgeschiedenheit etwas geschützte Gebiet könnte so zu einem Hotspot verschiedener gefährdeter Arten werden. Hier sollen sich Ringelnatter, Blindschleiche, Grasfrosch und Co. wohlfühlen und sich möglichst gut vermehren, so dass stärker bedrohte Standorte in der Nähe der Stadt von hier aus wieder besiedelt werden können. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die an sich geschützten offiziellen Wildtierkorridore offen gehalten werden, was leider gar nicht selbstverständlich ist. Da sich erfreulicherweise mehr Helfer gemeldet hatten als erwartet konnte auch an anderen „Trittsteinen“ gearbeitet werden: so an einem Reptilienbiotop beim „Drei König“ sowie an gut besonnten Eidechsen- und Unkenstandorten im Wald Richtung Möhlin. Der für dieses Jahr letzte Arbeitseinsatz setzte für den Natur- und Vogelschutzverein Rheinfelden NVVR einen schönen Schlusspunkt unter ein sehr intensives Vereins-Jahr. Ein Jahr welches geprägt war von vielen Arbeitseinsätzen, Exkursionen, Engagement für die Jugend aber auch politischer Einmischung wenn es um die Sache unserer Natur geht. Und schon ist die Planung für das nächste, hoffentlich ebenso aktive Jahr angelaufen. Wohl bereits im Januar wird die nächste Exkursion ausgeschrieben werden.

NVVR