Frauenturnverein

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Zwei Tage im Tessin

Kühl und regnerisch war das Wetter, als sich die Mitglieder frühmorgens bei der SBB-Haltestelle trafen, um für zwei Tage ins Tessin zu fahren. Ueber Zürich, Bellinzona fuhren die Frauen plaudernd durch die wolkenverhangene Gegend und erreichten gegen Mittag Locarno. Die letzten Wolken verzogen sich und die Sonne lachte vom blauen Himmel.
Mit der Standseilbahn nach Orselina, dann höher hinauf mit der Luftseilbahn schwebten die Ausflüglerinnen lautlos zur Sonnenterrasse hoch über Locarna, die Cardada. Auf dem 25 Meter hohen Aussichtssteg erblickten sie den Lago Maggiore, Berge und Täler und in der Ferne das schneebedeckte Monte Rosa Massiv.
Die jüngeren Turnerinnen wanderten hinauf zur Alp Cardada. Birkenwald, duftendes Heu und Alpweiden säumten den Weg. Bei der Capanna Lo Stallone wurde gerastet, ein Boccalino Merlot und ein garniertes Zvieriplättli mit Trockenfleisch und verschiedenem Käse genossen. Auf dem Rückweg wurde immer wieder in die Tiefe geschaut und das einmalige Panorama bewundert. Die Seniorinnen sassen nach einem Spaziergang unter Sonnenschirmen beim Ristorante Cardada und genossen die Aussicht.
Gemeinsam gondelten die Rietheimerinnen in die Tiefe. Danach wandelten sie unter den Arkaden der Piazza Grande, die weltweit bekannt ist durch das Filmfestival Locarno. Der Hunger meldete sich, beim grossen Stadtplatz setzten sich die Frauen draussen an einen gedeckten Tisch und bestellten beim freundlichen Kellner Tessiner Spezialitäten. Der warme Spätsommerabend lockte nach dem Essen zu einem Spaziergang zum dunklen See, bevor sich die Nachtschwärmer in Hotel Garni Muralto zur Ruhe legten.
Ein strahlender Sonntagmorgen kündigte sich an. Nach dem reichhaltigen Frühstück wurde gepackt und nochmals zum See spaziert. Möven kreischten, Schwäne und Enten paddelten am Ufer, Spätzlein bettelten um Futter, Kinder sausten mit ihren Rollern vorbei, Schiffe schaukelten auf dem leuchtendblauen See, Palmbäume standen am Ufer.
Gegen Mittag reiste die Gruppe weiter nach Domodossola. Der Bahnwagen war mit edlem Holztäfer ausgekleidet, die Sitze bequem gepolstert, Vorhänge zierten die Fenster. Vorbei an grünen Kastanienwäldern, vollbehangenen Rebstöcken, schmucken Steinhäusern, tiefen Schluchten, stiebenden Wasserfällen, über Brücken und Tunnels ratterte der Zug durchs wildromantische Centovalli nach Italien.
Etwas trinken, eine zartschmelzende Gelata schlecken und die FTV-Mitglieder machten sich auf die Rückreise nach Brig. Im Simplontunnel blieb der Zug stehen, alle Lichter gingen aus, doch nach einigen bangen Minuten ging die Fahrt weiter. In Bern ging ein „Aahh" durch die Sitzreihen, wunderschön leuchteten die verschneiten Alpen.
Nach einem gemeinsamen Nachtessen in Zürich fuhren die Frauen müde und zufrieden heimzu. Am Rietemer Bahnhöfli erwartete ein lieber Ehemann seine Frau, die er sehr vermisst hatte. Er reichte allen Turnkolleginnen freundlich die Hand zum Abschied. Ein herzliches Dankeschön für die super organisierte Reise an Bernadette.

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