Ganz gemütlich begann unsere Turnerreise am 10. September 2016 - Treffpunkt erst um 8.30 Uhr am Bahnhof Boswil . Das sollte sich aber ein paar Stunden später deutlich ändern. Kondition und Ausdauer waren gefragt!

Die Reise führte 13 Turnerinnen ins Gebiet der Klewenalp. Mit Zug und Gondelbahn erreichten wir das Kloster Maria Rickenbach. Von hier ging es zu Fuss weiter. Die erste halbe Stunde gemütlich über Wiesenwege, doch schon bald wurde der Weg steil und steiler. Auf der Musenalp angekommen, nahmen wir hungrig im Restaurant Platz. Die Käse- und Fleischplättli und auch der Bratkäse schmeckten vorzüglich. Und da wir schon so viele Kalorien verbrannt hatten, durfte auch die Meringue mit Rahm sowie das Hüttenkafi, natürlich auch mit Rahm, nicht fehlen. Einige luden sich mit dem feinen Alpkäse noch etwas Zusatzgewicht in den Rucksack.

Unser Ziel, die SAC-Hütte Brisenhaus, sahen wir in der Ferne, in der Luftlinie zwar nicht so weit, aber es ging zuerst steil bergrunter und – richtig – dann wieder steil bergauf bis wir im Brisenhaus waren. Die Kalorien des Rahms gaben beim Aufstieg unglaublich schwere Beine…

Verschwitzt, aber glücklich kamen alle beim Brisenhaus an. Statt duschen gab es eine Katzenwäsche am Lavabo. Die sehr erfrischende Wassertemperatur machte uns alle wieder fit.

Mehr und weniger gewaschen trafen wir uns zum feinen Abendessen im Brisenhaus. Natürlich durfte auch die Spielrunde nicht fehlen. Aber wir waren alle müde und hatten keinerlei Probleme, die Nachtruhe ab 22 Uhr einzuhalten.

Nach einem guten Hüttezmorge stellten wir uns guten Mutes der heutigen Wanderherausforderung. Tritt für Tritt ging es hoch Richtung Brisen, den haben wir von weitem bestaunt, kehrten ihm den Rücken und nahmen die Gratwanderung zum Risettenstock – mit 2290 Höhenmetern unser höchster Punkt - in Angriff. Die Gratwanderung war fordernd,  wurde aber von allen mit Bravour gemeistert. Von nun an ging es nur noch den Berg runter und die nassgeschwitzen Shirts konnten wieder trocknen. Kurz vor den Moorseen machten wir unseren Mittagshalt – die Wolken verzogen sich alle und wir hatten wunderbarstes Sommerwetter.

Weiter ging über Bergwiesen bis zur Bergstation Gitschenen. Hier hatten wir nochmals Zeit zum Einkehren und den Rucksack mit Alpkäse füllen bevor wir nach St. Jakob gondelten. Mit dem Postauto erreichten wir den Urnersee und Flüelen. Mit der Bahn gelangten wir zurück nach Boswil.

Wir haben ein tolles Wanderwochenende erlebt. Wir wurden gefordert, hatten Spass und haben viel gelacht – herzlichen Dank an Gabriela Keusch für die Organisation und an Petrus für das herrliche Wetter.