Die diesjährige Vereinsreise der Schützengesellschaft Unterehrendingen führte 27 gut gelaunte Ausflüglerinnen und Ausflügler zwei Tage ins Appenzellerland. Mit Bus und Bahn ging es am Freitagmorgen los zu einer kurzweiligen Fahrt, auf der bereits das Organisieren der bestellten Gipfeli und des Kaffees zum Abenteuer wurde. Das Mittagessen genossen wir in im Kantonshauptort Appenzell. Die Chäshörndli mit Siedwurst waren sehr fein, machten aber auch müde. Der richtige Zeitpunkt also um vom Guide der Firma „Abenteuer-Zeitreisen TOPAZ" empfangen zu werden. Abenteuer-Zeitreisen hatte für uns ein Dorfgame zusammengestellt. Es galt nun, knifflige, lustige und interessante Fragen und Aufgaben rund um das Dorf Appenzell zu lösen. Aufgeteilt in vier Gruppen machten wir uns bei wunderbar warmen Bedingungen auf den Weg ins Dorf. Für einmal waren wir nicht mit Gewehren bewaffnet, sondern mit Ortsplan, Aufgabenblättern, Kugelschreiber und Polaroid-Kamera. In den nächsten zwei Stunden brüteten wir über Fragen zur Geschichte, Kultur und zum Kulinarischen der Appenzeller, schossen originelle Fotos, kamen mit vielen Einheimischen ins Gespräch und beendeten dieses Spiel schliesslich mit einem wohlverdienten Apéro. Frisch gestärkt meldeten wir uns dann bei der Firma Alpenbitter für eine Betriebsführung. Dabei erhielten wir einen kleinen Einblick in die Produktion des Alpenbitters und weiterer süffiger Getränke. Auf dem Rundgang besichtigen wir auch die Gewürzkammer. Dort lagern die 42 Kräuter des Alpenbitters und das Dufterlebnis war einfach überwältigend. Schliesslich durften wir die Produkte auch noch verköstigen resp. im firmeneigenen Lädeli auch gleich einkaufen. Jetzt hatten wir uns jetzt eine Pause verdient. Deshalb bezogen wir im Hotel Löwen im Dorfkern von Appenzell unsere Zimmer. Auch das Abendessen fand im Hotel statt. Wer allerdings dachte, dass er sich jetzt ausruhen könne, wurde rasch eines besseren belehrt. Wir bekamen Besucht vom Kurator des Appenzeller Brauchtumsmuseums. Walter erzählte uns viel über Bräuche und Trachten im Appenzellerland. Schliesslich durften wir uns selbst am „Brauchtum" probieren und studieren in der Gruppe ein Rugguserli (einen Jodler) ein. Mit etwas Übung und Unterstützung von Walter hörte sich das bald ganz passabel an. Drei Schützen unterstützten den Gesang dann noch mit Taler schwingen, und in diesem Moment wären wir wohl überall aufgetreten.

Der nächste Morgen bescherte uns Gewitter, Regen und einen Temperatursturz von rund 15 Grad. Nicht ganz optimale Bedingungen für die Alp Olympiade, aber wir liessen uns die Stimmung dadurch nicht vermiesen. Nach einer kurzen Bahnfahrt nach Jakobsbad wurden wir wiederum von zwei Guides empfangen. Direkt an der Talstation der Kronbergbahn hatten sie für uns ein paar Aufgaben bereit gestellt, um zu testen, ob wir auch für das Leben auf der Alp tauglich wären. Über Jasskartenhäuser bauen, Schubkarrenparcours, Alpkegeln und Baumstammsägen bis hin zum Nageln wurden unsere Sportlichkeit und Geschicklichkeit getestet. Wieder in die Gruppen vom Vortag eingeteilt, meisterten wir die Aufgaben mehr oder weniger bravurös, aber mit unheimlich viel Spass. Beim Appenzellerquiz kamen wir dann spätestens bei den Dialektausdrücken, die wir übersetzen sollten, arg ins Schleudern. Bei der Auflösung dieser Ausdrücke hatten wir dementsprechend so manche Aha-Erlebnisse. Nach der Siegerehrung ging es dann mit der Luftseilbahn auf den Kronberg zum Mittagessen. Von hier oben hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf das Appenzellerland bis hin zum Bodensee. Da die Aussentemperatur aber nur noch gerade 11 Grad betrug, genossen wir die Freizeit mit Jassen im Restaurant. Am Nachmittag machten wir uns dann mit Bahn und Bus wieder auf den Heimweg nach Ehrendingen. (Bettina Caluori)