Frauenriege Eien-Kleindöttingen

Vereinsreise auf den Stoos im Muotatal

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KLEINDÖTTINGEN (sk) – 14 Turnerinnen der Frauenriege Eien-Kleindöttingen haben auf dem Stoos bei Sonne und Regen zwei unbeschwerte Tage fern vom Alltag genossen. 

Am vergangenen Freitag klingelte der Wecker der Frauen plus minus um 5 Uhr morgens, denn kurz nach 6 Uhr fuhr der Zug in Döttingen ab. Mit Maske vor dem Gesicht ist das Plaudern zwar beschwerlich, aber nicht unmöglich. Via Zürich, Zug und Schwyz gelangten sie per Bahn und Bus mit Umsteigen und gleichzeitigem Frischluftschnappen zur Talstation der weltbekannten Stoos-Standseilbahn. 

Die steilste Standseilbahn der Welt

Schwindelerregend steil sind die 110 Prozent oder 47 Grad Gefälle auf der 1740 Meter langen und 744 Höhenmeter überwindenden Fahrt, aber komfortabel da die Kabinen immer waagrecht bleiben und sich je nach Gefälle übereinander schieben. Bei Frönelis Photopoint bei der Bergstation posierten die Frauen das erste Mal für ein Gruppenfoto. Auf der Terrasse des Restaurant Sternegg genossen alle den blauen Himmel und die Sonnenstrahlen und beruhigten die mittlerweile knurrenden Mägen mit Kaffee und Gipfeli. 

Mindestens 10'000 Schritte bis zur Alp Tröligen

Die ersten Höhenmeter ging es eine Treppe hoch. Bevor sie auf der Naturstrasse weiterwanderten, bestaunten sie den wunderbaren Ausblick hinunter ins Dorf, hinüber zu den Mythen, hinauf zum Fronalpstock und Klingenstock und in den Händen den Wanderstock. Das Ziel der anderthalbstündigen Panoramawanderung war die Alpkäserei und Alpwirtschaft Tröligen. Die auf den bestellten Käse- und Fleischtellern angebotenen Käsesorten mundeten, denn nach dem Zmittag wurden fleissig zig Kilogramm Alpkäse gekauft.

«Geissenpeter» und «Geissensusi»

Draussen sitzend hörten die Frauen plötzlich ein Rufen. Das kam von einer jungen Frau und galt den vielen Geisslein weiter oben am Berg. Wie die ganze Herde dann trotz vollen Eutern in einem Höllentempo bergab rannte, war ein besonderes Schauspiel und auch, wie die Tiere sich dann freiwillig im Stall zum Melken aufreihten. Selbstverständlich gab es Futter für alle. Danach waren die Vierbeiner satt und müde und setzten und legten sich verstreut auf den Boden zwischen Stall und Haus. Paparazzi Silvia trommelte die Kolleginnen bei noch trockener Witterung für ein Gruppenfoto mit Ziege zusammen. Da einige Geissen aber zickig davon trotteten, schnappte sich Susi eine am Halsband und führte sie ohne Gemecker zur Frauenschar.

Für den Rückweg setzten sich Silvia, Jeannette, Barbara und Theres zusammen mit einer schweren Tasche voller Alpkäse ins «Taxi» und liessen sich zum Seminar- und Wellnesshotel chauffieren. Alle anderen marschieren auf einer anderen Route zurück, die gegen Schluss aber sehr happig und steil und nicht für alle Beine ideal war. Eine Dusche von oben war dabei noch inklusive. 

Nach Sonnenschein kommt Regen

Das Wellnessangebot des Hotels wurde trotz Hotelbademantel, Schlappen usw. nicht von allen genutzt. Um halb sieben lud Lisbeth zum Apéro mit Sekt, Saft und Selbstgebackenem ein. Es regnete zeitweise wie aus Kübeln und alles war in einen dicken Nebelschleier gehüllt. Das angekündigte Schlechtwetter war tatsächlich eingetroffen, wie die letzten Jahre immer, wenn die Frauenriege-Ladies auf Reisen waren. Nach dem Nachtessen zog sich die Hälfte müde und gähnend in ihre Zimmer zurück. Die anderen genossen in der Bar noch einen Schlummertrunk. Um Mitternacht lagen nach einem langen Tag dann aber alle in den Federn.  Da für Samstag Dauerregen angesagt und keine grosse Wanderung geplant war, durften alle ein bisschen länger schlafen als am Vortag. 

Spielen und sehr lecker essen auf dem Fronalpstock

Mit Schirm, Hut, Regenjacke und guter Laune spazierten sie nach dem Zmorge gemütlich, teils erweitert als Stoos-Tour, zur Talstation der Sessellifte zum Fronalpstock, die Gott sei Dank über Hauben verfügen. Auf 1922 m angekommen, betraten alle schnurstracks das Restaurant und packten die mitgebrachten Spiele aus. Bei Jassen, SkipBo und Triominos verflog die Zeit wie im Flug. Das Mittagessen von Koch Boris war superbe und Spitzenklasse. Mit vollen Bäuchen schwebten sie danach im Regen mit den Sesselliften wieder hinunter, schnappten sich beim Hotel ihr Gepäck und machten sich langsam auf die Heimreise. Unten im Tal stiegen alle in den Bus zum Bahnhof Schwyz. Esther sass schon auf dem Sitz, als sie ihre Sporttasche mutterseelenallein noch draussen entdeckte. Glücklicherweise war der Bus noch nicht losgefahren. Sie hechtete noch einmal hinaus und schnappte sich ihr Bündel. Im Zug von Schwyz nach Zürich hatten die Frauen viel Platz im Abteil, da eine andere Gruppe die Reise abgesagt hatte. Traditionell zog Jeannette den «Röteli» aus dem Rucksack und verteilte diesen Corona bedingt in Shotbechern aus Plastik. 

Dankeschön an Lisbeth

Mehr als die Hälfte kehrten zum Abschluss noch im heimischen Bistro ein. Bei Pizza, Pouletflügeli und Kaffee mit und ohne «Gügs» liessen sie den Abend gemütlich ausklingen. Alle 13 Mitgereisten sind der Meinung: Lisbeth, das war eine sehr schöne, super organisierte und unvergessliche Vereinsreise. Vielen lieben Dank. Alle freuen sich schon jetzt auf die Reise im nächsten Jahr, hoffentlich einmal ohne Regen oder Schnee.

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