Der Himmel war noch verhangen, als sich die Frauenturnerinnen am frühen Morgen beim Büshüsli besammelten. Die diesjährige Vereinsreise führte nach Arosa. Via Heitersberg und Zürich ging die Reise mit dem Zug bis nach Chur. Ganz traditionell wurden die Turnerinnen auch dieses Jahr während der Zugfahrt verwöhnt und machten die anderen Reisegäste mit selbstgebackenem Zopf und kühlem Weisswein „gluschtig". In Chur war keine Spur mehr vom Nebel zu sehen, dafür lachte die Sonne vom Himmel und heizte so richtig ein. Die Frauen freuten sich riesig, als sie die reservierten Zugabteile für die Fahrt nach Arosa entdeckten. Mit dem Panoramawagen gings stetig bergauf in luftige Höhen, vorbei an wunderschön unterhaltenen Bahnhöfen, tiefen Schluchten, vielen Tannen, Bergbächen und spitzigen Berggipfeln, immer wieder unterbrochen von kurzen dunkeln Tunnels. In Arosa bestieg die Gruppe die Gondelbahn, die sie auf das Weisshorn, 2653 m ü.M. führte. Das Mittagessen aus dem Rucksack oder auf der Terrasse des Restaurants bei herrlichem Sonnenschein war ein Genuss. Von der Mittelstation marschierten die Turnerinnen zum Schwellisee und danach hinunter nach Arosa. Im Restaurant Erzhorn gab es den verdienten Apéro, bevor die Verteilung der Schlafräume erfolgte. Nach dem ausgezeichneten Nachtessen stand ein ¾-stündiger Verdauungsmarsch hinunter nach Arosa in den Ausgang auf dem Programm. Petrus öffnete leider die Schleusen, was der guten Laune jedoch keinen Abbruch tat, ganz im Gegenteil.
Am nächsten Morgen begrüsste der Nebel die Frühaufsteher, doch schon bald musste er der Sonne den Platz überlassen und die fröhliche Schar konnte bei idealem Wanderwetter ihre Reise fortsetzen. Die schweren Rucksäcke wurden geschultert und als erstes galt es den „Eichhörnliweg" unter die Füsse zu nehmen. Immer wieder blieben die Frauen stehen und schauten den putzigen Tierchen zu, die flink von Baum zu Baum kletterten oder zutraulich die hingehaltenden Nüsse stibitzten. Danach führte die Wanderung zur Tschuggenhütte, wo Mittagsrast eingehalten wurde und das einmalige Bergpanorama bestaunt werden konnte. Die herrliche Rundsicht liess die vielen Schweisstropfen und den schweren Rucksack vergessen. Natürlich durfte zum Abschluss ein feiner Tschuggenkaffee nicht fehlen. Danach wanderte die gutgelaunte Gesellschaft Richtung Carmennahütte und wieder hinunter nach Arosa. Und schon hiess es Abschied nehmen vom wunderschönen Bündnerland und mit dem Zug zurück in den Aargau fahren.
Wunderschönes Wetter, herrliche Landschaft und viel Lachen haben dieses Wochenende geprägt und werden in guter Erinnerung bleiben! (js)