Am Sonntagmorgen starteten 24 Personen, davon 23 Mitglieder zur Vereinsreise.

Im Reisecar von Carmäleon führte uns Ueli auf dem schnellsten Weg nach Grindelwald. Die Wetterprognosen waren leider ziemlich düster, aber die Stimmung war deswegen nicht im Keller.

Vielleicht wird es ja gar nicht so schlecht, wie gemeldet, war die Meinung einiger, darunter auch von mir. Mit Optimismus geht doch so manches viel besser.

Marianne Bitterli schaute nochmals den Wetterbericht im Internet und siehe da, Regenwahrscheinlichkeit 99 %...  Da bleibt ja immerhin noch 1 % Hoffnung und diese stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Die 2 Stunden im Car waren schnell vorbei und schon standen wir vor der Firstbahn.

Dort trafen wir noch Stefan der schon in Grindelwald wartete.

Ich klärte ab, ob der Firstflyer starten würde. Am Schalter wurde rasch klar, dass es unwahrscheinlich sei, da die Seile trocken sein müssen. Bei Regen oder Nebel ist es einfach zu gefährlich zu fahren.

Also gab es eine Programmänderung

Wir fuhren nun mit der Gondel bis auf den First für einen Kaffeehalt und schauen dann weiter,

Nach einer halbstündigen Kaffeepause, war trotz kurzem Sonnenschein klar, dass wir das  Dessert der Reise, die Fahrt mit dem Flyer, endgültig vergessen können.

Fritz meinte, dass er hauptsächlich wegen dem Flyer kam. Es gab einige enttäuschte Gesichter.

Aber das Wetter war ja wirklich nicht schlecht, kein Regen und zwischendurch erfreute uns sogar die Sonne kurz mit ihrer Anwesenheit.

 Also starteten wir Richtung Bachalpsee. Nach einer kurzen Steigung welche meiner Frau etwas zu schaffen machte ging's fast nur noch geradeaus. Die Landschaft war sensationell. Mit den Wolken, den zeitweiligen Nebelfetzen gemischt mit vereinzelten Sonnenstrahlen kamen mystische Gefühle auf.

Am Bachalpsee angekommen trafen wir eine kleine Gruppe von Wanderern, nein ich meine nicht die Japaner oder andere Touris, sondern unser Rämsi mit Familie, welche auf einer 2 Tagestour waren!  Die Welt ist halt doch klein.

Nach ein paar Fotos, einer kleinen Pause, machten wir uns auf den Weg runter zum Restaurant Waldspitz.

Kurz vor dem Ziel fing es dann leicht an zu nieseln, aber das war wirklich kein Problem.

Im Waldspitz angekommen empfing uns der Wirt herzlich. Nach der Wanderung war ein kühles perlendes Bierchen oder auch sonst was flüssiges angesagt.

Danach hatten wir einen Riesen Hunger und wir wurden auch super verköstigt, mit allem drum und dran.

Plötzlich riss die Wolkendecke auf und wir sahen auf das gegenüberliegende Gebirgsmassiv mit dem Grindelwaldgletscher! Wow, eine Wucht, sehr eindrücklich.

Das muss ich noch mal bei schönem Wetter sehen!

Aber schon wieder schloss sich die Wand aus Wolken und der Regen wurde ein bisschen stärker. Nach einer Umfrage beschloss ich, dass wir mit dem Bus nach Grindelwald zurückfahren werden.

Ein paar wollten aber nicht nur Rumsitzen und machten sich auf den Weg nach Bort. Dort fassten sie wie eigentlich geplant, die Trottis und düsten zu Tale. Vom Spritzwasser bekamen Sie zwar ein wenig nasse Hintern, aber es sei trotzdem schön gewesen.

Jetzt trafen sich alle wieder in Grindelwald und und wir cruisten mit dem Car zurück nach Seon.

Dort liessen einige den gelungenen Tag im Restaurant Sternen ausklingen.

 Es war trotz des leicht feuchten Tages, der totalen Abänderung des Programms und Verzicht auf einiges an Aktion ein fröhlicher und schöner Tag, mit gutgelaunten Leuten der allen Spass gemacht hat.

Ein solcher Anlass schweisst auch zusammen und in dieser Natur merkt man wieder einmal wie unbedeutend doch manche Probleme sind, welche einem im Vereinsleben oder auch im Alltag als gross oder sogar unüberwindbar erscheinen.

 Es hat mich sehr gefreut, dass sich einige entschliessen konnten an dieser Reise teilzunehmen und danke allen die mitgemacht haben. rh.