Turnverein Eiken

TV Eiken goes to…., und wohin soll es denn gehen?

megaphoneVereinsmeldung zu Turnverein Eiken

Nichtsahnend von der Turnfahrt zurück, schon mit der Meldung konfrontiert, dass ich den Bericht von unserer Turnfahrt verfassen soll. Kurze Gegenwehr, ein paar Einwände, doch alles nützt nichts. Dumm gelaufen für mich und ohne Notizen gemacht zu haben, versuche ich das Erlebte zusammenzustückeln, um euch Lesern unsere Turnfahrt zu beschreiben und in der Hoffnung, dass ihr herausfindet, wo wir gewesen sind.

Mittlerweile schon Tradition und alle zwei Jahre wieder, macht der TV Eiken eine Reise ins Ausland.

Ideengeber für mögliche Reiseziele finden sich unter unseren Vereinsmitgliedern erstaunlich schnell, doch wenn es um die Organisation geht, da trennt sich schnell die Spreu vom Weizen.


Unser erfahrenster Auslandaufenthalter, seinerseits ein Maître de Cabine, nahm sich dieser wichtigen Herausforderung an und informierte uns bereits im November 2015 per Email über die kommende Turnfahrt wie folgt: „In Rücksprache mit ein paar Jungs, habe ich ein Programm für die Reise zusammengestellt und hoffe, dass es die Meisten interessiert. Bitte meldet euch so bald wie möglich an. Je früher wir buchen, desto günstiger werden die Flüge sein. Klar ist es noch sehr früh für die Anmeldung, doch wer es jetzt noch nicht weiss, wird es auch Monate später nicht wissen, ich hoffe auf eine coole Truppe“.

Und wohin führt uns die 2016er Reise nun wirklich, da fehlt doch was? Aha, Anhang vom Email öffnen und jetzt? Grosses Staunen, die Turnfahrt führt uns vom 09.-11.09.2016 zum jüngsten Mitgliedstaat der EU. Gut, nicht weiter nachfragen, sofort anmelden, abwarten und 13 Vereinsmitglieder machten dasselbe wie ich.

Ein paar Monate und drei Absagen später war es dann endlich soweit. Freitag in der Früh, kurz vor fünf ist Besammlung auf dem Rössli Parkplatz in Eiken und wichtig, grünes Vereins-Polo-Shirt anziehen, damit wir auch richtig auffallen. Zwei kommen direkt zum Flughafen und die restlichen neun fahren mit dem Bus ab Eiken, so war unser Auftrag.

Mit einem Bus, der von Kari gefahren wurde, fuhren die „grünen Frösche“ Richtung Flughafen Kloten, an dieser Stelle nochmals ein grosses Dankeschön an Kari für den perfekten Service. Am Flughafen angekommen trafen wir gleich auf die noch fehlenden zwei Frösche.

Jetzt alle beisammen, wurden noch die letzten Reisetickets gelöst und weiter ging es zum Einchecken.

Später zur Gepäckkontrolle, Koffer aufs Band, Koffer öffnen, mitgeführte Flüssigkeiten auspacken, zeigen, Stau bilden und zumindest einen Reisenden nervig machen, ein echter Bünzli der es wohl sehr eilig halt, und nein, wir verreisen nicht das erste Mal mit dem Flugzeugs. Endlich, die Gepäck- und Personenkontrolle bestanden, versuchten wir unauffällig an einer Polizistin und einem Polizisten vorbeizukommen, doch die beiden konnten es sich nicht verkneifen uns zu fragen, wo es denn hingehen würde, Mallorca, Berlin oder Polterabend? Jetzt nur keine ausfällige Antwort geben. Nein, keines von dem. Unser Ziel ist viel besser, so in etwa  antworten wir. Vorbei an der Kontrolle blieb uns bis zum Abflug noch ein wenig Zeit für den Frühschoppen, denn was Basler Forscher erst kürzlich wissenschaftlich bewiesen haben, weiss der TV Eiken schon seit über 125 Jahre ganz genau. Denn ein gutes Bier macht nicht nur geselliger, sondern lässt auch die Menschen um uns herum attraktiver erscheinen. Also, schnell zur Bar, um gute Getränke zu bestellen, denn wir sind ein geselliger Turnverein und ein wenig Zeit bis zum Abflug hatten wir noch. Die Zeit drängte dann doch, austrinken und weiter ging es zum Gate. Beim Gate angekommen, welch Überraschung. Der genervte Reisende von der Gepäckkontrolle fliegt auch mit uns, doch nicht so eilig, sondern genervt von unserer Gepäckvorzeigepraktiken. Weiter geht’s, Sitzplätze im Flugzeug einnehmen, hoffen, dass der Genervte nicht neben uns sitzt, artig sein und ja nicht auffallen, denn wir wollen ja auch gemeinsam ans Reiseziel kommen.

Nach einem kurzweiligen Flug von etwas mehr als eine Stunde und bei bestem Wetter, setzte das Flugzeug zur Landung unseres Reiseziels an. Auch hier wieder durch die Passkontrolle, nix Koffer zeigen und wesentlich flotter als in der Schweiz, denn jetzt wissen wir ja, wie es geht, und weiter ging es zur Geldwechselstube. Nein, in diesem Land bezahlt man nicht in Euro und gut informierte erahnen bereits jetzt, in welchem Land respektive in welcher Stadt wir angekommen sind. Falls die Leserin oder der Leser jetzt auf England tippt, so muss ich sie respektive ihn enttäuschen, und in Grossbritannien sind wir auch nicht.

Mit genügend ausländischer Währung, so ca. 20‘000 von diesen Dingern, ging es weiter zum Taxistand, von da aus zur Hauptstadt des Landes und direkt  ins Stadtzentrum. Fahrdauer, nicht ganz eine halbe Stunde, könnte also überall auf der Welt sein.

Im Stadtzentrum angekommen, blieb uns noch Zeit, bis die erste der zwei Wohnungen bezugsbereit sein sollte. Also, ab zum nächsten Strassencafé mit genügend Sitzplätzen und bester Aussicht auf die Spaziergänger, vom besten Gerstensaft bestellen und unsere Mitmenschen um uns herum gut aussehen lassen. Bei dieser Gelegenheit wurde der Pottmaster bestummen und jeder bezahlte gleichviel in den Pott ein, so tausend von den Dingern pro Person. Übrigens, der Pottmaster ist derjenige von uns, der unser Geld während dieser Zeit verwaltet, sämtliche Zahlungen tätigt und von daher einer der wichtigsten Teilnehmer. Dann war es endlich soweit, die erste Wohnung konnte bezogen werden und wir machten uns auf den Weg dorthin, um unser mitgebrachtes dort zu hinterlassen, denn mit Koffer unterwegs ist umständlich.

Spätestens jetzt hat bei den meisten von uns der Hunger angeklopft. Gemeinsam suchten wir ein dafür geeignetes Strassencafé aus und bestellten etwas feines zu Essen, und auch hier, mit zunehmender Dauer wurden die Menschen um uns herum attraktiver, komisch.  Gut gesättigt, verliessen wir diesen Ort und die zweite Wohnung war jetzt bezugsbereit. Nachdem jeder wusste, wer in welcher Wohnung übernachten wird, ging es weiter zu einem Fahrradtour Veranstalter. Es sollte eine Fahrradtour werden, die drei Stunden dauern und uns zu den Sehenswürdigkeiten dieser Stadt führen soll.  Trotzdem, dass wir sehr erprobt in Fahrradtouren sind und bereits Bergtouren nach Pontarlier oder nach Brunnen hinter uns haben, bekamen wir eine Kurzinstruktion vom Guide, von dem wir in bestem Englisch die wichtigsten Informationen erhielten. Anschliessend, Fahrrad beziehen und in Gänsefahrt Richtung Hauptplatz dieser Stadt. Mit viel Geklingel, jeder musste einfach die Glocke ausprobieren, fuhren wir unserem Guide hinterher und natürlich alles im Fahrverbot. Gut, nicht hinterfragen, weiter klingeln, vorbei an Sehenswürdigkeiten, auf dem Gehweg oder im Fahrverbot, egal und alle haben es lustig, weiter über einen Fussgängerstreifen, bei dem die Ampel auf rot steht und die Autos fingen plötzlich an zu hupen. Nein, wir sind nicht in Italien und irgendetwas haben wir wohl falsch gemacht, denn jetzt war unser Guide auf einmal sehr verärgert, hielt uns an und ermahnte uns zur Besserung, denn sonst ist Schluss mit Lustig und die Tour würde er hier beenden. Wir versprachen Besserung, grosses Ehrenwort, und die Tour konnte fortgesetzt werden. Weiter ging die Fahrt, die uns durch das Regierungs- und Universitätenviertel führte, wo viele sehenswerte Gebäude und Museen stehen und auch grossflächige Parkanlagen zu bestaunen sind. Vorbei an einem  Monument, wo wir abermals von unserem Guide angehalten wurden. Was soll jetzt das wieder, es läuft doch wirklich prima, kein Geklingel und bei rot halten wir neuerdings auch? Aha, der Guide will uns etwas über Tesla erzählen, dass wir demnächst mit dem Rad durch einen Tunnel hindurch gehen und im Tunnel nicht gefahren werden darf. Am Ende des Tunnels angekommen erblickten wir einen Berg, einen richtig steilen Berg, und unsere Bummeltour machte eine unverhoffte Wende, nix mit gemütlich herumstrampeln, jetzt wurde richtig geschwitzt und auch unser Guide hatte sichtlich Mühe mit dem Berg, ich übrigens auch. Endlich oben angekommen, durchschnaufen, den herrlichen Ausblick auf die Stadt geniessen und auf eine der kürzesten und steilsten Standseilbahn der Welt hinabschauen. Wozu die Fahrt hinauf zum Berg, wenn es eine Seilbahn gibt? Mit dieser Erkenntnis und der Gewissheit, dass wir richtig durstig sind, gönnten wir uns einen Gerstensaft, nur wegen der Geselligkeit eben und nein, in Schweden sind wir auch nicht.

Nach einer kurzen Rast ging es rasant auf dem Fahrrad den Berg hinab, natürlich alle auf dem Gehweg, in der Hoffnung, dass uns kein Fussgänger entgegenkommt, bis ins Stadtzentrum runter, über den Hauptplatz und in den Hinterhof, wo auch unsere Fahrradtour vor gut drei Stunden begonnen hat und die Fahrradtour war somit schon Geschichte.

Verschwitzt und schon ein wenig Müde, teilten wir uns in zwei Gruppen auf und gingen in die Wohnungen, um uns frisch zu machen. Ausser ich, ich legte mich auf die Couch und machte ein Pfüsi und zwar so lange, bis ich vom Lärm der ankommenden und frisch geduschten geweckt wurde. Jetzt waren wir wieder alle zusammen und Max, besser bekannt als „Mäxle“, war überraschender Weise auch anwesend. Wer hat Mäxle eingeladen? Denn „Mäxle“ ist sehr gemein und ein richtiger Lügner, eben ein Würfelspiel. Gemeinsam mäxelten wir ein paar Runden in unserer Wohnung und hatten es dabei sehr Lustig. Gut erholt vom mäxeln ging es weiter auf die Suche nach einem Biergarten und wir verliessen unsere Unterkunft. Nicht weit von unserer Wohnung entfernt wurden wir fündig, betraten den Biergarten, um unser Wissen bis spät in den Abend zu festigen und nein, wir sind auch nicht in Bayern oder Österreich. So viel Biergarten macht natürlich hungrig und so verliessen wir beinahe ausgehungert den schön angelegt Biergarten, um ein gutes Restaurant aufzusuchen. Der Hunger war so gross, dass wir schnurstracks einen Hamburgerladen aufsuchten und was es dort zu Essen gibt, kann sich jeder selber vorstellen.

Gut gesättigt verliessen wir den kulinarischen Tempel und jetzt hatten auf einmal sehr viele von uns Stalldrang. Was war nur los, war das Essen nicht gut oder gar verdorben? Nein im Gegenteil, die Fernseher in den Wohnungen mussten schnellstmöglich eingeschaltet werden, denn jetzt geht es um die Wurst, denn es spielt „Stan the Man“. Ist das euer Ernst, dachte ich mir, wir verbringen den Rest des  Abends vor der Glotze? Ach was soll’s, bin eh müde, Tennis ist nicht mein Ding, Max meinte es auch nicht gut mir mir und  so ging ich ins Bett, blödes Tennis und der erste Tag war zumindest für mich vorbei.

Am nächsten Morgen, mehr oder weniger gut ausgeschlafen, versammelten wir uns beim Strassencafé unterhalb unserer Wohnung. Übrigens gastierten wir unmittelbar neben der Schweizer Botschaft, was für ein Zufall.

Das Wetter war wieder perfekt und weil heute keine Fahrradtour angesagt war, bestellten wir als Ersatz einen Radler oder alternativ einen Café und vorab gab es Schoggi- und Buttergipfeli. Gestärkt und bereit für neue Erkundungen ging es weiter zu einem Tower. Im 16. Stock angekommen, natürlich mit dem Lift, hatten wir einen Rundumblick auf die Stadt. Einmal rund herum und wieder ins Innere und da stand er wieder, der verlogene gemeine Max und wollte mit uns mäxeln. Also würfelten wir und hatten e lustig, bis der Hunger wieder da war. Bezahlen und hinab ging es ins Erdgeschoss. Unten angekommen besorgten sich einige von uns ein Stück Pizza, so dass niemand Gefahr lief zu verhungern, bis wir ein für unser Vorhaben geeignetes Restaurant finden. Unser Weg führte durch einen Markplatz, weiter durch viele Gassen, bis wir an eine Strasse gelangten, in der es unzählige Strassencafés, Esslokale, Pub’s und auch Strassenmusikanten hatte. Wir suchten uns ein beschauliches Pup mit Aussensitzplätzen aus mit bester Sicht auf die Strasse und bestellten, was wohl? Etwas zu trinken, ein paar Portionen Nachos und wer war schon wieder da? Der Max. Als endlich Max keine Lust mehr hatte, konnte es weiter gehen und zwar in ein wirklich gutes Lokal, wo es lecker zu Essen gibt, denn die Nachos waren nicht jedermanns Sache und gut auch nicht. Unsere erfahrensten Leckerschmeckerlokalfinder machten sich auf die Suche und einermeiner folgte ihnen, denn von Leckerschmeckerlokal auffinden habe ich nicht so viel Ahnung. Beim Lokal unserer Träume angekommen, ein echtes Feinschmeckerlokal, und wer sass auch schon wieder da? Der Max, Max wird langsam lästig und hat immer wieder neue Ideen, richtig grusige Ideen. Eine Riesenauswahl an Leckereien hatte es zur Auswahl, also bestellte jeder für sich nach Lust und Laune und so assen wir uns den Hunger weg. Spätestens jetzt waren wieder alle froh und gut genährt konnte es weiter gehen, dachte ich. Weiter ging es zurück ins Pub mit den leckeren Nachos und aha? Zumindest einer von uns hatte wohl doch nicht genug im Leckerschmeckerlokal gegessen und so bestellten wir uns noch ein paar Steaks für alle, und Max? Der war verschwunden, ohne sich von uns zu verabschieden und das geht ja gar nicht, erst nicht anmelden und dann nicht abmelden.

Gut genährt, mittlerweile schon spät nachmittags, ging es in Richtung Biergarten vom Vortag, wo es noch weitere gute Lokale haben soll. Ein Lokal mit genügend Sitzplätzen soll es sein und endlich hatten wir es gefunden. Ein Teil von uns blieb mit mir bei den Tischen im Aussenbereich, weitere gingen in den Keller nebenan und die Restlichen, die nicht bei uns bleiben wollten, gingen einfach weiter und liessen uns in Stich, das ist überhaupt nicht lustig und macht sich gar nicht gut. Wir verbliebenen im Aussenbereich warteten auf den Kellner, doch der kam einfach nicht. Dann, auf einmal standen alle um uns herum auf und begaben sich auch in den Keller und da sassen wir, alleine und Max, der war auch nicht da. Mal schauen was da im Keller ist und wo sind denn unsere Kollegen, die schon hinunter gegangen sind? Ist es ein Gruftikeller oder werden da gar Schweinereien gemacht? Nein, nichts dergleichen, nur eine Comedy-Show und es hat keinen Platz mehr für uns. Da standen wir wie bestellt und nicht abgeholt, gingen wieder nach draussen, warteten auf unsere Freunde im Keller in der Hoffnung, dass diese uns was mitbringen und Kellner, Fehlanzeige. Dann endlich, die Erlösung nahte und der erste unserer Freunde im Keller kam hinauf, sofort wieder runter und Getränke mitbringen, das ist ein Befehl. Als dann alle Kellerasseln den Keller verliessen und sich zu uns gesellten, warteten wir auf die Rückkehr der Abtrünnigen, die uns doch vor ein paar Stunden verlassen haben.

Die Abtrünnigen hatten es ihrerseits lustiger als wir, wurde mir von ihnen berichtet. Diese fuhren nämlich mit dem Taxi in der Gegend herum auf der Suche nach Nimmerland oder Taka Tuka Land. Auf der Fahrt mit dem Taxi ins Land ihrer Träume wurden unsere Abtrünnigen plötzlich von einem Schatten verfolgt. Einen Schatten, den sie so noch nie gesehen haben. War es ein Drache, ein Adler, eines von Königs 24‘000 Bippeli oder wurden sie gar vom Geheimdienst mittels Drohne verfolgt? Taxifenster auf, genauer beobachten und wichtig, mit dem Smartphone das Geschehen festhalten, denn das glaubt uns sonst keiner. Unvorstellbar aber war, unsere Abtrünnigen wurden von einem Lepidoptera verfolgt, auf Neudeutsch Riesenschmetterling und mindestens so gross wie ein Handball. Der Beweis auf dem Smartphone ist eindeutig und es war zweifelsfrei ein Lepidoptera.  

Ohne das Land der Träume je gefunden zu haben und wahrscheinlich noch geschockt vom Lepidoptera, kamen unsere abtrünnigen Kollegen wieder zu uns zurück. Jetzt wieder vollzählig, weiter in ein nahegelegenes Esslokal, denn der Hunger war wieder da. Nein, diesmal nicht Hamburgerladen, sondern in ein Lokal dessen Spezialität Hackfleischröllchen sind, auch lecker und übrigens, in der Türkei sind wir auch nicht.

Gut gesättigt ging es in Richtung Wohnung und hörten dort einem Duo, das vor einer Bar auf der Strasse musizierte, zu. Die zwei spielten Lieder, die wir auch kannten, also sangen wir zu den Hits von Bon Jovi oder auch Queen mit, mehr recht als schlecht, und den zweien war es sichtlich peinlich, uns nicht. In der Pause sahen wir einem Bettler zu, der sich erfolglos an Frauen heranmachte, hei war das eine eklige Person, aber lustig anzusehen. Die Gute-Nacht-Fee flog über uns hinweg und bestäubte uns mit ihren Feenstaub. Einige von uns wurden so stark bestäubt, dass sie in einen tiefen Schlaf fielen und die Schläfer müssen geweckt werden, wenn es sein muss, auch mit unfairen Mitteln, denn geschlafen wird jetzt nicht. Der Feenstaub muss wohl grosszügig verteilt worden sein, so dass die Feenstaub-Anfälligen die Wohnung aufsuchten mussten und die Verbleibenden, Feenstaub-Resistenten unternehmungsfreudige Vereinsmitglieder in Richtung Strasse mit den Leckerschmeckerlokal gingen, um dort das Treiben auf der Strasse zu bestaunen. Kurz vor ein Uhr morgens, Leckerschmeckerlokal verlassen und weiter ins Pub, wo es die bescheiden Nachos und die umso besseren Steaks gibt. Doch wer hätte das gedacht? Um ein Uhr morgens schliessen die Lokale und ab diesem Zeitpunkt gibt es nichts mehr, auch keine Nachos und Max, keine Ahnung. Mit dieser Erkenntnis blieb uns nichts anderes übrig, als uns auf den Weg zu den Feenstaub-Versäuchten zu machen und sich der zweite Tag zu Ende gehen sollte, bis der letzte von uns sein Bettchen fand.

Der dritte Tag ging dann schnell vorbei. Besammlung um neun Uhr in der Früh auf dem Hauptlatz, Taxis organisieren, ab zum Flughafen und das alles ohne Frühstück. Den einen von uns ging es blendend, den anderen noch viel blendender, IPA lässt grüssen. Am Flughafen angekommen, durch die Passkontrolle, Gepäck zeigen und jetzt haben wir das Prozedere richtig im Griff, das flutscht ja nur so. Weiter in den Warteraum wo wir Frühstücken konnten. Anschliessend die Plätze im Flugzeugs beziehen und der Rückflug in die Schweiz konnte beginnen. Ein paar Ehrenrunden über Eiken später, zur Landung ansetzen und wieder zurück in der Heimat, aber nur fast, noch sind wir in Kloten. Bahnticket lösen und ab geht’s nach Zürich, umsteigen, über das Erlebte plaudern und schon hiess es, nächste Station Bahnhof Frick. Nochmals umsteigen und mit der Posti nach Eiken, wo wir den Tag bei herrlichstem Wetter ausklingen liessen.

Zu guter Letzt habe ich für all diejenigen, die immer noch keinen Schimmer haben wo wir denn tatsächlich waren, einen weiteren Tipp. In Rumänien, ja genau, da waren wir auch nicht.

Ich hoffe, dass ihr unser Reiseziel erraten konntet. Falls nicht, kein Problem. Werdet Mitglied von unserem Turnverein, passiv oder aktiv, egal, denn dann habt ihr die Möglichkeit bei unserer nächsten Turnfahrt dabei zu sein und wer weiss, mit ein wenig Glück, als Zugabe den Reisebericht verfassen.

Euer Schreiberling

R.P.

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