16 Turnerinnen starteten bei Herbstbeginn jedoch mit sommerlichen Temperaturen ihre zweitägige Tour ins französischsprachige Freiburgerland. Via Bern – Fribourg – Bulle erreichte die Schar Charmey. Traditionsgemäss erfolgte vor dem Start zur Wanderung ein „Kaffeemitgipfelihalt“. Doch dann hiess es Rucksäcke auf und Abmarsch Richtung Stausee Lac de Montsalvens. Eine erste Bewährungsprobe bezüglich Gleichgewicht und Reaktion gab es beim Überqueren einer Hängeseilbrücke. Bei der Kraftwerksanlage am Ende des Sees stürzte das Wasser tief hinunter in die Jaunbachschlucht.

Vor dem Abstieg in die Schlucht genossen die Frauen bei einer Pause die wärmende Sonne. Der Weg durch die wildromantische Jaunbachschlucht führte über Brücken und durch dunkle (Taschenlampe empfehlenswert) Tunnels. Wanderschuhe und Trittsicherheit wären hier eigentlich nötig, aber es gab auch eine junge Frau die den steinigen Weg sogar mit Flipflops bewältigte und im kurzen weissen Sommerkleidchen und dies erst noch Fluss aufwärts!

Nach dem letzten Tunnel weitet sich die Schlucht und der Fluss fliesst ruhiger. Hier war der ideale Ort für die Mittagspause. Die Idylle nutzte auch ein Brautpaar und so erlebten die Turnerinnen ein ausgedehntes Hochzeitsfotoshooting.

Bei Broc verliess die Gruppe den Jaunbach und wanderte über Kuhweiden zum nächsten Fluss, der Sarine, in Richtung Gruyères. Da Gruyères auf einem Hügel thront mussten die Teilnehmerinnen zum Schluss des Tages noch einen ziemlichen Aufstieg bewältigen. Nach dem Zimmerbezug im Hotel St.Georges erkundete man die Läden und Restaurants von Gruyères.

Der zweite Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück. Dabei entschied die Gruppe, auf den geplanten Ausflug auf den Moléson zu verzichten, denn der Berg hüllte sich in eine dicke Nebelwolke. Mit Postauto, Bahn und Bus fuhr die Schar nach Corbières, wo die Wanderung entlang des Lac de Gruyères startete. Das Ziel fürs Mittagessen hiess Broc– für einige im Restaurant- die Anderen verpflegten sich aus dem Rucksack und genehmigten sich dann ein Dessert im Restaurant. Wobei das Dessert schneller auf dem Tisch stand, als die bestellten Mittagsmenüs! Die Unentwegten setzten die Wanderung fort und marschierten durch schattigen Wald und auf kleineren Umwegen nach Bulle. Hier trafen alle wieder zusammen um gemeinsam den Heimweg anzutreten.

von Rosemarie Hunkeler