Früh am Samstagmorgen fuhren 13 Turnerinnen ins Wallis. Nach etlichem Umsteigen traf man in Salgesch ein. Zuerst wurde die Unterkunft im Sportzentrum bezogen, danach fuhren die Frauen mit dem Bus nach Sierre. Dort begann die bekannte Rebsortenwanderung. Mit einem Glas um den Hals gehängt machte man sich auf, die verschiedenen Weinsorten zu degustieren. An diesem Samstag öffneten alle Kellereien ihre Tore. Der Weg führte die Frauen zusammen mit ca. 6000 anderen Weinbergwanderern vorbei an Winzervierteln, machte einen Streifzug in das Naturschutzgebiet der Raspille Schlucht und nach einer kleinen Steigung ging es zurück nach Salgesch. Ein Durchkommen war bei den Kellereien recht schwierig und zum Auffüllen des Glases brauchte es Geduld. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmer Temperatur hätte man ein Sitzplatz zum Geniessen schon bevorzugt. Stattdessen musste auch das Raclette, welches ebenfalls von den Weinbauern angeboten wurde, im Stehen eingenommen. Zwischen den vielen Leuten entdeckte man eine prächtige Landschaft, die Mannigfaltigkeit der Rebarten und auf Infotafeln erfuhr man Wissenswertes über die regionale Geschichte und das Brauchtum.

Am Abend fand in Salgesch ein Dorffest statt. In den vielen kleinen Beizli herrschte trotz dichtem Gedränge eine gute Stimmung. Natürlich wollten auch die Turnerinnen dabei sein und mit Glück konnte ein Teil der Turnergruppe einen freien Tisch ergattern. Die anderen machten sich auf und fanden in einer anderen Gasse ebenfalls noch freie Plätze. Nach einer kurzen Nacht ging es am Morgen weiter durch den Pfynwald.

Mit dem Zug fuhr man nach Susten/Leuk zurück und wanderten durch den grössten Föhrenwald Mitteleuropas. Beim Mittagsrast an einem der vielen Biotopen konnten die Frauen die intakte Natur geniessen. Gemütlich ging es weiter der freifliessenden Rhone entlang bis nach Sierre. Probleme gab es erst, als die Frauen noch Kaffee und ein Dessert wollten. In dieser Stadt scheint am Sonntag überall Ruhetag zu sein. So wanderte man noch durch die Strassen bis man doch noch fündig wurde, Gerne sehnte man sich an die Ruhe und Stille des Auenwaldes zurück als man sich in überfüllten Zügen auf der Heimreise befand. (uer)