Travail.Suisse Aargau

Travail.Suisse Aargau setzt politische Aktionsgruppe ein

megaphoneVereinsmeldung zu Travail.Suisse AargauTravail.Suisse Aargau

Die Befürchtung, dass die Übernahme der Energieaktivitäten von Alstom durch General Electric (GE) in grossem Ausmass Industriearbeitsplätze im Aargau kosten könnte, bewahrheitet sich nun: In der Schweiz gehen 1305 Stellen vor allem an den Standorten Baden und Birr (AG) verloren. Mit der Ankündigung von GE, insgesamt 1305 von rund 5500 Stellen abzubauen, erleidet der Aargauische Werkplatz einen Tiefschlag. Vorwiegend will GE die Produktion von Gasturbinen an ihren Standorten in der Schweiz grossteils aufgeben und sich auf den Standort in Belfort, Frankreich, konzentrieren. Vieles ist aber zum heutigen Zeitpunkt unklar, und der Klärungsprozess wird bis ins Jahr 2017 dauern. Travail.Suisse Aargau erkennt zwar, dass die Übernahme durch GE auch eine Chance für die gebeutelte Alstom ist, die Nutzung der entstehenden Synergien darf aber nicht vorwiegend auf Kosten der Standorte im Kanton Aargau gehen. Überkapazitäten und die aktuell weltweite konjunkturelle Zurückhaltung sind zudem rein temporärer Natur, die keine überhasteten Restrukturierungen rechtfertigen. Wegfallendes Know-how ist nur schwer wieder aufbaubar. Für Travail.Suisse Aargau ist klar, dass die Restrukturierungsankündigung nicht nur betrieblich motiviert ist. Die französische Staatsmacht hat sich im Laufe der Übernahmeverhandlungen zwischen GE und Alstom weitreichende Garantien für die Standorte in Frankreich geben lassen. Die Standorte im Aargau dürfen nicht schlechter behandelt werden als andere ehemalige Alstom-Standorte, denn das Know-how im Aargau ist gross und die Produktionsstandorte modern. Travail.Suisse Aargau wird deshalb mit einer überparteilichen Arbeitsgruppe aus kantonalen und nationalen Politikerinnen und Politikern den Klärungsprozess von GE überwachen und kantonal politische Massnahmen gegen die drohende Deindustrialisierung im Aargau ausarbeiten. Zudem fordert Travail.Suisse die die rasche Gründung einer nationalen tripartiten Aktionsgruppe Industrie, um umgehend griffige Massnahmen gegen die drohende Desindustrialisierung zu erarbeiten. Bund, Arbeitgeber und Gewerkschaften sollen in diesem Gremium die bislang fehlende Industriestrategie der Schweizer Politik formulieren und umsetzen. Es ist höchste Zeit, eine aktive Politik zum Erhalt des Industriestandortes Schweiz zu betreiben, wie sie seit jeher – wie selbstverständlich – für die Landwirtschaft besteht.

Meistgesehen

Artboard 1