Die Volleyballwintermeisterschaft der Männerriegen im Kreis Zurzach gehört bereits der Vergangenheit an, und so ist der Moment günstig Bilanz zu ziehen über das Erreichte. Auch in diesem Jahr standen drei Mannschaften aus dem Weindorf im Einsatz und versuchten, an die Leistungen des Vorjahres anzuknüpfen. Im Grossen Ganzen darf das Abschneiden sicherlich als Erfolg gewertet werden, wenngleich das Spitzenergebnis der letzten Meisterschaft nicht ganz erreicht werden konnte. Trotzdem gilt es festzuhalten, dass es für ein Dorf von der Grösse Tegerfeldens schon sehr beachtlich ist, mit drei Mannschaften an diesem Wettbewerb teilzunehmen.


Abschlussturnier als negativer Höhepunkt
Das Negative vorweg: Am Abschlussturnier vom vergangenen Montag aller an der Meisterschaft teilnehmenden Teams des Bezirks schien bei den Tegerfelder Mannschaften zumindest in den entscheidenden Momenten die Luft draussen: Tegerfelden 3 hielt sich zwar in den Vorrundenspielen wacker, musste aber nach drei zum Teil unglücklich verlorenen Spielen die Segel streichen. Im Achtelfinale trafen dann die beiden ersten nach der Vorrunde siegreichen Mannschaften aus Tegerfelden aufeinander, und so war es leider dann schon klar, dass eine von beiden Mannschaften ausscheiden würde. Tegerfelden 2 kam mit dieser Ausgangslage gut zurecht, zeigte eine exzellente Leistung und warf die erste Mannschaft deutlich aus dem Turnier. Leider konnte sie in der Folgerunde gegen Endingen 2 nicht annähernd an diese Leistung anknüpfen, und so war auch für das letzte verbliebene Tegerfelder Team im Viertelfinale Schluss.
Tegerfelden 3: Den Schwung der Vorrunde in der Weihnachtspause verloren
Der dritten Mannschaft war in der vergangenen Saison ein echter Steigerungslauf gelungen, was zur viel umjubelten Abgabe der roten Laterne geführt hatte. Dieses Jahr knüpfte man in der Vorrunde genau an dieselben Leistungen an; insbesondere der zweite Spielabend führte zu drei von vier möglichen Satzgewinnen, was in früheren Meisterschaften noch nie gelungen war. Das Ergebnis war, dass man um Weihnachten den übrigen Teams dicht auf den Fersen war und auf eine Wiederholung des Vorjahresergebnisses hoffen durfte. Leider blieb das Wettkampfglück in der zweiten Meisterschaftshälfte weitgehend aus, und so kam man über den letzten Rang in der C-Gruppe nicht mehr hinaus.
Tegerfelden 2: Den Aufstieg bestätigt
Egal in welcher Sportart man sich befindet, generell gilt ein Aufsteiger immer als potentieller Abstiegskandidat, es sei denn, man kann sich personell klar verstärken. Nun, der zweite Fall war weder vor noch während der Saison eingetreten, und so konnte die Zielsetzung für das zweite Tegerfelder Team nur eine sein, nämlich den Wiederabstieg in die C-Gruppe unbedingt zu verhindern, im Idealfall sogar möglichst bald gänzlich ohne das Abstiegsgespenst im Nacken Volleyball spielen zu können. Der sechste Rang bei sieben teilnehmenden Mannschaften mag zwar den Eindruck erwecken, dass es bis zum Schluss eng blieb, der Saisonverlauf spricht aber eine andere Sprache. Tegerfelden 2 lag praktisch während der ganzen Meisterschaft auf den Rängen 5 oder 6, während die Siebtplatzierten aus Endingen sich bald nur noch mathematisch Hoffnungen auf den Ligaerhalt machen durften. Die Schlussrangliste in der B-Gruppe zeigt denn auch, dass zwischen den Rängen 3 und 6 weniger Punkte liegen als zwischen den Rängen 6 und 7. Dass die Mannschaft die beiden letzten Sätze der Saison gegen Kleindöttingen unter ihren Möglichkeiten spielte, war zwar im Moment bitter, täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass der Aufstieg vom Vorjahr verdient gewesen war. Nun gilt es, mit regelmässigem Training nach dem kantonalen Turnfest wieder die nötige Konstanz aufzubauen, um im Oktober für die nächste Meisterschaft gerüstet zu sein.
Erste Mannschaft: Mit Personalmangel zu Rang zwei
Die Vorzeichen für die erste Mannschaft waren bezüglich der zu Ende gegangenen Spielzeit nicht die idealsten. Zum einen konnte man am Vorbereitungsturnier im deutschen Herten nicht als geschlossene Mannschaft eine gewisse Spielpraxis erlangen, zum zweiten war die Personaldecke mit gerade mal sechs Spielern denkbar dünn. Glücklicherweise konnten in den entscheidenden Runden mit Präsident Erich Mühlebach und dem ehemaligen Oberturner Martin Hauenstein zwei Spieler gewonnen werden, die sich hervorragend in die Mannschaft einfügten.
Dass die Verteidigung des Kreismeistertitels ein sehr schwieriges Unterfangen werden würde, zeigte sich schon früh, liess man doch gegen Schneisingen in der ersten Vorrunde gleich beide Punkte liegen. Als dasselbe auch noch zu Beginn der Rückrunde geschah, wurde klar, dass der Hauptfokus auf dem zweiten Rang lag. Schneisingen gab zwar insgesamt drei Sätze ab, wurde aber letztlich locker und verdient Kreismeister. Tegerfelden 1 liess aber sonst kaum einmal etwas anbrennen, gewann sämtliche Sätze der letzten beiden Runden und sicherte sich so mit 5 Punkten Vorsprung auf das Team von Lengnau den angestrebten zweiten Platz.


„The show must go on"
Das Wort "show" mag zwar etwas übertrieben daherkommen, dem Sinn nach ist dieses Motto aber richtig. Als grösster Erfolg ist sicher der Umstand zu werten, dass sich auch in dieser Saison über 20 Turner an der Wintermeisterschaft beteiligten. Vor diesem Hintergrund darf getrost auf die nächste Spielzeit geschaut werden. Erfreulich ist insbesondere auch die Tatsache, dass einige Neuzugänge verzeichnet werden konnten, die sich gleich in die Teams und auch in den Turnbetrieb integrierten. In diesem Sinne sei auch ein Appell an interessierte Männer gerichtet, die Lust auf etwas Sport haben und vor allem Wert auf Kameradschaft im Verein legen. Nach der Generalversammlung am 30. März findet die Turnstunde jeweils mittwochs von 20.20 Uhr bis 22.00 Uhr in der Mehrzweckhalle Tegerfelden statt.

S. Livingstone / 23.03.11