Sekundarschule

Tel. 1414 - In der Einsatzzentrale der Rega!

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Die 4. Sekundarschulklasse Beinwil am See besucht die Rettungsflugwacht in Zürich-Kloten

Nach einer kurzweiligen Zugfahrt im morgendlichen Pendlerverkehr erreichten wir das Rega-Center beim Flughafen Zürich-Kloten. Thomas Spycher, der in der Einsatzzentrale arbeitet und in den letzten 7 Jahren schon sehr viel erlebt hat, empfing uns herzlich. Zuerst erklärte er uns die Bedeutung von Rega (Schweizerische Rettungsflugwacht und Garde Aeriènne) und das Zeichen des Roten Kreuzes mit den Flügeln links und rechts. Die Heli-Einsatzbasen sind so über das ganze Land verteilt, dass jeder Einsatzort in einem Radius von 15 Flugminuten erreicht werden kann. Danach folgten einige eindrückliche Bilder von Rettungen im Gebirge. Nach einer kleinen Pause wurde uns der Film „Countdown", mit mehreren nachgespielten Rettungsszenen, gezeigt: Ein Kind, das von einem Traktor erfasst wurde, ein verletzter Pilzsammler, ein Autounfall, etc. Danach führte uns Herr Spycher in ein Zimmer vor der Einsatzzentrale. Durch ein Glasfenster konnten wir den ganzen Raum überblicken. Es gab gleich drei Anrufe, die mit roten und grünen Lichtern angezeigt wurden. Probleme ergaben sich bei einem Auslandeinsatz in die Ukraine, bis alle Details ausgehandelt waren und die Überflugsbewilligungen vorlagen. Im riesigen Hangar betrachteten wir einen Helikopter des Typs Eurocopter EC 145, an dem Revisionsarbeiten vorgenommen wurden. Wir durften dann einen Ambulanzjet der Rega innen besichtigen. Er ist wahrlich eine fliegende Intensivstation! Danach warfen wir einen Blick in den Lagerraum für die Auslandeinsätze, von Ärztekoffern bis Schwimmwesten. Letztes Jahr wurden 9949 Rettungsflüge mit Helikoptern und 851 Rückführungen mit den Ambulanzjets durchgeführt. „Wie finanziert sich die Rega?", war auch eine unserer Fragen. Die Rettungsflugwacht ist ein Privatunternehmen und wird nicht vom Staat unterstützt. Sie wurde 1952 gegründet, ist also schon 56 Jahre alt. Seither hat sie sich weiterentwickelt und vergrössert. Sprang 1953 noch ein Arzt mit einem Fallschirm vom Flugzeug ab, wird er heute mit einer Winde vom Heli abgeseilt. Wer kein Gönner ist, muss bei einer Rettung die Kosten, ausser dem Teil der Krankenkasse, selber bezahlen, der Gönner hingegen wird nicht belastet. Als Einzelperson zahlt man 30 Fr. und als Familie 70 Fr. im Jahr. Der spannende und abwechslungsreiche Rundgang endete in der Eingangshalle.
Wir danken der Rega herzlich für die interessante Führung und wünschen dem Team allzeit guten Flug und viele geglückte Rettungen.
Stephan Eichenberger und Roman Hunziker, Schüler der 4. Sek. Beinwil am See

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