Das hervorragend organisierte kantonale Turnfest in Brugg/Windisch gehört bereits wieder der Vergangenheit an. Zwischen dem 23. und 26. Juni massen sich insgesamt rund 12‘000 Turnerinnen und Turner aller Generationen in den verschiedensten Disziplinen. Nun ist der Moment gekommen, Bilanz über das Erreichte zu ziehen.

Wenig verheissungsvoller Start
Nachdem die Jugendriege Tegerfelden am Fronleichnamstag schon mal vorgelegt hatte - sage und schreibe 41 Kinder erreichten das beste Resultat aller Riegen aus dem Bezirk Zurzach - waren zwei Tage später die Männerriegler aus dem Weinbaudorf gefordert. Bei idealen äusseren Bedingungen konnte der Wettkampf kurz nach 14 Uhr losgehen. Verstärkung erhielten die 15 Männer durch vier Mitglieder der Frauenriege, die sich in den vorangehenden Monaten hervorragend ins Kader der Teilnehmenden integriert hatten und so ihren wichtigen Teil zu einem letztlich sehr erfreulichen Endergebnis beisteuerten. Aber der Reihe nach. Gestartet wurde mit dem Ballkreuz, einer Übung, die eine Kombination von Ballpässen und relativ komplizierten Laufwegen darstellte. An sich erwartete dort niemand grössere Schwierigkeiten, aber vermutlich fehlte es an der nötigen Konzentration, denn im Nachhinein stellte sich heraus, dass es die schwächste Disziplin des Nachmittags bleiben sollte. Das Ergebnis war zwar nicht gerade miserabel, aber alle waren sich bewusst, dass man unter den Möglichkeiten geblieben war. Entsprechend war es denn auch verständlich, dass sich vorübergehend eine gewisse Ernüchterung breit machte. Dies sollte sich aber rasch ändern.

Mehrheit der Disziplinen klar besser als im Training
Als zweites stand eine der Paradedisziplinen der Tegerfelder auf dem Programm. Dabei ging es darum, in einer Kombination von Slalomlauf und Pass mit den Unihockeyschlägern möglichst viele Punkte zu sammeln. Mehrere Paarungen verbesserten hier ihre absolute Bestmarke, und so konnte der eher schwache Beginn korrigiert werden. Entsprechend motiviert ging es alsdann an die verbleibenden Disziplinen. Natürlich gab es nicht überall Spitzenergebnisse - das durfte gemessen an den Trainingsleistungen auch nicht erwartet werden - aber insgesamt war man sich einig, dass das Gesamtbild ein durchaus positives darstellte. Leider war es nicht möglich, die genauen Ergebnisse und Ranglisten noch vor Ort einsehen zu können. Jedoch hielt die entsprechende Website am Folgetag alle Resultate bereit, und diese durften sich wirklich sehen lassen: In der Kategorie Männer/Frauen erreichten die Tegerfelder den erfreulichen 12. Platz unter 55 teilnehmenden Teams. Die Seniorinnen/Senioren vermochten das Ergebnis ihrer jüngeren Mitstreiter punktemässig sogar noch zu toppen und schrammten mit dem 4. Platz unter 14 teilnehmenden Mannschaften nur ganz knapp am Podest vorbei. Ebenso erwähnenswert ist, dass die Tegerfelder von keinem anderen Zurzibieter Team geschlagen wurde. In diesem Zusammenhang geht ein besonderes Dankeschön an den Oberturner Geri Baldinger, der die Turnerinnen und Turner in akribischer Manier und ohne Aufwand zu scheuen auf den Anlass vorbereitet hatte.
Das Fazit des Wettkampfes lässt sich also in mehrfacher Hinsicht sehen. Da wären einerseits die oben aufgeführten sportlichen Ergebnisse, die jene des Vorjahres am Turnfest in Kleindöttingen klar in den Schatten stellten. Anderseits darf festgehalten werden, dass sich die Integration der vier Frauen als echt lohnenswert heraus stellte, und bei ähnlichen Anlässen stets als prüfenswerte Option im Auge gehalten werden sollte. Schliesslich trug auch das gemütliche Beisammensitzen - zuerst am Turnfest selber, danach im heimischen Restaurant Wartegg - zum Bild eines rundum gelungenen Tages bei.

Programm der nächsten Wochen
Nun steht für die Männerriege Tegerfelden das Sommerprogramm bevor. Zuerst ist während zweier Wochen Trainingsunterbruch. Am 20. Juli geht es mit der traditionellen Velotour weiter, und danach folgen wieder die regulären Turnstunden mit der Vorbereitung auf das Volleyballturnier in Endingen vom 6. August und den Kreisspieltag vom 14. August. Von sommerlicher Langeweile also keine Spur...