SVP Schweizerische Volkspartei

SVP Oberentfelden: Reise ins Luzerner Hinterland

megaphoneVereinsmeldung zu SVP Schweizerische Volkspartei

Nach vielen warmen Sommertagen war an diesem Samstagmorgen Regen angesagt und der Himmel zeigte sich bedeckt. Die dezimierte Reiseschar, Corona hatte auch hier die Finger im Spiel, stieg dennoch mit Sonne im Herzen in den Car, welcher über Land nach Willisau fuhr. Dort stärkte sich die Reisegruppe im Restaurant Sternen mit Kaffee und Gipfeli, während über die bevorstehende Gemeindeversammlung zum Zukunftsraum eine angeregte Diskussion entstand. Die SVP Oberentfelden hatte am Anfang des Prozesses ihre Parole gefasst, und war damals für die Evaluation von Vor- und Nachteilen einer Fusion. Bei den Teilnehmern war eine Tendenz der Ablehnung zu spüren. Die Abstimmung an der Gemeindeversammlung ist inzwischen bekannt. Es bleibt abzuwarten, ob letztlich die Gemeindeversammlung im nächsten Jahr und die Bevölkerung via Urnengang über eine Fusion entscheiden. Genug politisiert, die Stadtführung Willisau begann! Roberto Rumi, pensionierter Lehrer und seit Lebzeiten in Willisau wohnhaft, wusste so manch Interessantes zu berichten. Willisau erlebte verschiedene Herrschaften, wurde insgesamt viermal durch Stadtbrände komplett zerstört und wieder aufgebaut, unter grosszügiger Geldspende der Stadt Luzern. Im ehemaligen Rathaus zuoberst befindet sich sogar das älteste Kleintheater der Schweiz, welches besichtigt werden konnte. Im Schloss war früher die Justiz untergebracht, heute befinden sich dort einzelne Verwaltungsabteilungen sowie zwei Trauzimmer.

Interessant für die SVP-Reiseschar war, wie lange es in Willisau dauerte, bis das durch die CVP geprägte Willisau Land mit dem von der FDP dominierte Willisau Stadt im Jahre 2006 endlich fusionierte. Gemäss Roberto Rumi brauchte es einfach Zeit, bis sich die Bevölkerung mit den neuen Gegebenheiten abfinden konnte und mit einer Fusion keine Reibereien und Unzufriedenheiten mehr erwartet werden mussten.

Nach dem Stadtrundgang ging es weiter zum etwas ausserhalb von Willisau gelegenen Flaschenmuseum. Dort begrüsste Evelyne Huber herzlich, lud zum bereitstehenden Apéro ein und erzählte währenddessen kuriose und spannende Geschichten zur Sammlung. Der Kurator Sepp „Flaschensepp“ Stadelmann gründete 2006 in der Alten Käserei dieses einmalige Kleinod der Museumskultur. Man hätte ihr noch lange zuhören können, aber die Mägen knurrten und so wurden die Teilnehmenden vor Ort mit Grilladen und Salaten sehr gut verköstigt. Vor dem Dessert gab Evelyne Huber weitere Anekdoten zu verschiedenen Flaschen, auch aus den Bereichen Medizin und Parfüm, zum Besten.

Weiter ging die Reise zur Schlachtkapelle in Sempach, wo der Reiseleiter Martin Kohlbeck durch die Geschichte mittelalterlicher Schweizer Schlachten führte. In der Schlacht von Sempach wurde Arnold Winkelried in Erinnerung gerufen, welcher ein Bündel Lanzen der Habsburger Ritter packte und, sich selbst aufspiessend, den Eidgenossen eine Bresche öffnete und die letzten Worte hauchte: «Sorget für mein Weib und Kind». Die Eidgenossen siegten und schlugen die Habsburger und ihr Gefolge in die Flucht.

Nach solchen Taten liess es sich die Reiseschar nicht nehmen, den Tag nebenan im Restaurant zur Schlacht bei einem Zvieri auszuklingen, bevor die Rückfahrt via Beromünster und dem Wynental zurück nach Oberentfelden erfolgte. Dem Organisator Martin Kohlbeck sei an dieser Stelle für den interessanten Tag herzlich gedankt. Weitere Bilder und Informationen sind zu finden unter www.svp-oberentfelden.ch. (fr)

Meistgesehen

Artboard 1