Help-Point Sumy

«Sumy-Hilfe ist nötiger denn je»

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Verein Help-Point Sumy plant nächsten Konvoi in die Ukraine, wo die Wirtschaftskrise deutlich spürbar ist.

«Sumy-Hilfe ist nötiger denn je»

Verein Help-Point Sumy plant nächsten Konvoi in die Ukraine, wo die Wirtschaftskrise deutlich spürbar ist.

Mitte April startet der diesjährige Hilfskonvoi des Vereins Help-Point Sumy. Während in der Schweiz die Vorbereitungen laufen, unterzeichnete Vereinspräsidentin Marianne Piffaretti in Sumy die nötigen Verträge. Und sie stellte fest: Die Hilfe aus der Schweiz ist dringend nötig, die Ukraine steckt tief in der Krise.

«Ich war in den letzten Jahren sehr oft in Sumy, aber diesmal habe ich besonders stark gespürt, dass die Menschen unsere Hilfe brauchen», sagt Marianne Piffaretti. Eben ist sie aus der Ukraine zurückgekehrt, wo die Verträge für den nächsten Hilfskonvoi unterschrieben wurden. Piffaretti hat dabei gemerkt, dass die Wirtschaftskrise in der Stadt und Region Sumy tiefe Spuren hinterlässt.

KEIN GELD FüR ANSCHAFFUNGEN
«In der Verwaltung wurden die Löhne um einen Drittel gekürzt, die Spitäler haben dieses Jahr kein Geld zur Verfügung für Neuanschaffungen, und bei der Feuerwehr und Polizei wurde das Benzin rationiert», zählt Piffaretti auf. Bei ihren Spitalbesuchen hörte sie oft, wie froh die Verantwortlichen seien, «dass sie weiterhin Hilfsmaterial vom Help-Point Sumy bekommen.»

Die Vereinspräsidentin kontrollierte bei ihrem Besuch vor Ort die Verteilung der Güter, die im September 2008 nach Sumy transportiert worden waren. «Spitalbetten, Sanitätsmaterial oder Feuerwehrausrüstung aus der Schweiz wurden ordnungsgemäss verteilt und sind an vielen Orten im Einsatz», sagt sie.

SECHS CONTAINER FERTIG BELADEN
Auch in der Schweiz laufen die Vorbereitungen für den Konvoi von Mitte April nach Plan. «Wir konnten kürzlich zurück in die Ferro-Halle, nach dem Umbau hat uns die Firma wieder Platz zur Verfügung gestellt», freut sich Konvoileiter Andreas Sulser. «Sechs Container sind beladen, das Material für die übrigen beiden ist vorhanden», sagt Sulser.

Offen ist derzeit, wie viele Polizeifahrzeuge im Konvoi mitgeführt werden können. Auch das ist eine Frage des Geldes, die Stadt Sumy hat Mühe, die Importsteuer zu bezahlen. Marianne Piffaretti ist aber zuversichtlich: «Für die Polizeifahrzeuge zeichnet sich eine Lösung ab», schaut sie optimistisch voraus auf den Konvoi.

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