Aussen nass, innen trocken

Eigentlich hätte die diesjährige Turnfahrt ins Tessin führen sollen. Leider liess das Wetter diesem Vorhaben keine Chance. Zu unsicher war die Vorhersage. Improvisation war angesagt, was zu einer kurzfristigen Programmanpassung führte. Bei leicht bewölktem Wetter ging es neu nicht in den Süden, sondern Richtung Weissenstein zum Nidlenloch los.

Ab Oberdorf oberhalb von Solothurn bestieg die Gruppe die neue Gondelbahn. Schon nach wenigen Meter verschwand diese in einer dicken Wolke und Regen setzte ein. Oben angekommen rüsteten sich alle mit regentauglicher Bekleidung aus, um anschliessend durch den Regen und Wolken zum Hinteren Weissenstein zu gelangen.

Ausgerüstet mit Helm und Stirnlampe startete das Abenteuer mit dem engen Einstieg hinunter in das geheimnisvolle Innere der Höhle. Laufend, kriechend, kletternd und manchmal robbend ging es vorbei am Narrengang, Labyrinth oder Jungfrauenschlupf immer tiefer ins Innere des Berges. Dank der Stirnlampe konnte man wenigstens etwas sehen in dieser absoluten Dunkelheit. Einmal alle Stirnlampen ausgeschaltet, erlebte man die totale Finsternis und Stille, wie man sie heute im Alltag kaum mehr erleben kann. Nach einem kurzen Verpflegungshalt und weiteren Klettersteigen wurde schon bald der Forsterschacht erreicht. Bis hier her ist der Weg im Nidlenloch ausgebaut. Wer noch weiter hinunter will, braucht ab jetzt Kletterausrüstung. Nach dem obligaten Eintrag in das Höhlenbuch ging es wieder zurück hinauf ans Tageslicht.

Der Sonntag präsentierte sich leider immer noch regnerisch. Nach einem ausgiebigen Frühstück wanderte die Gruppe gemütlich zurück nach Oberdorf. Anschliessend erfolgte die Rückreise zurück nach Oberentfelden.

Trotz dem schlechten Wetter und mit einigen blauen Flecken, hatte sich dieser Ausflug in den Berg hinein, anstatt auf den Berg hinauf, zu einem bleibenden Erlebnis für alle Beteiligten entwickelt.