Die SVP Brugg hat sich an ihrer Fraktionssitzung intensiv und kritisch mit den Vorlagen der bevorstehenden ER-Sitzung auseinandergesetzt. In Bezug auf die Einbürgerungen konnten keine Einwände gefunden werden und es wurde Stimmfreigabe beschlossen. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge nimmt die SVP zustimmend Kenntnis vom Rechenschaftsbericht 2013 der Einwohnergemeinde. Das operative Betriebsergebnis beziffert sich nach wie vor auf ein Defizit von CHF 1 Mio. pro Jahr, was klar und deutlich weitere Effizienz- und Sparmassnahmen der Stadt notwendig erscheinen lässt. Erfreulich ist hingegen der Ertrag aus dem Finanzvermögen, welcher abschliessend den Gesamtabschluss doch noch in den positiven Bereich drehen konnte. Gleichzeitig zeigt das Resultat aber auch auf, wie wichtig das Nettovermögen der Stadt und dessen nachhaltiger Erhalt für die Ertragslage der Stadtrechnung ist und folglich höchste Sorgsamkeit bedarf. Zudem nimmt die SVP vom Jahresbericht zur „Wirkungsorientierten Feuerwehr WOV“ zustimmend Kenntnis. Der Erhöhung der Stellenprozente in der Abteilung Planung und Bau steht die SVP grundsätzlich kritisch gegenüber. Ein Ausbau der Verwaltung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden und ist somit stets als absolute Notlösung zu betrachten. Die SVP ist jedoch bereit der Vorlage zuzustimmen unter der Bedingung, dass in Zukunft keine Aufgaben der Abteilung mehr dauerhaft an Dritte ausgelagert werden. Jedoch kann die Fraktion dem Baukredit für den Ersatzbau des Doppelkindergartens Bilander in Anbetracht des jährlichen operativen Defizits der Stadt keine Zustimmung abgewinnen. Es ist insbesondere erstaunlich, dass die Stadt Brugg mit 817 CHF pro Kubikmeter einen deutlich höheren Preis für einen solchen Bau zahlen muss, als dies bei vergleichbaren privaten oder gewerblichen Bauten üblich ist. Final nimmt die Fraktion den Bericht zum Postulat Urs Keller zur Kenntnis und ist gespannt, wohin sich die finanziell (unsichere) Reise mit dem Campus-Saal in Zukunft entwickeln wird. (TH)