Das in der Nähe des Loch Ness gelegene Städtchen Fort William gehört zu den traditionellsten Austragungsorten des UCI-Downhill-World-Cups. Die Strecke verlangt den Fahrern durch ihre Länge und den oft steinigen Untergrund physisch wie auch technisch so einiges ab.

Der unvorhergesehene Dauerregen während Qualifikation und Rennen – für diese Region typisch – machten die Aufgabe nicht einfacher, doch der 23-jährige Noel Niederberger trotzte den widrigen Verhältnissen und schaffte die Qualifikation für das Rennen mit Rang 23 problemlos.

Beflügelt vom Qualifikationsergebnis stürzte er sich in den Finallauf: Nach einem gelungenen ersten Streckenabschnitt unterlief ihm ein Fahrfehler, den er in der Folge mit wertvollen Sekunden bezahlte. Der 41. Schlussrang war nicht das, worauf Niederberger angesichts der guten Qualifikation gehofft hatte, doch viel Zeit um mit dem Rennverlauf zu hadern bliebt nicht.

Im Salzburgerland nachgedoppelt

Keine Überraschungen gelangen dem jungen Kleindöttinger in der Qualifikation zum nächsten Weltcup in Leogang. Der 48. Platz im Qualifikationslauf war nicht das höchste der Gefühle, doch der Ehemalige Junioren-Weltcup Sieger von Leogang wusste, dass erst im Rennlauf abgerechnet wird.

In diesem attackierte er deshalb in gewohnter Manier, und es sollte sich in zufriedenstellender Weise auszahlen: Mit einem sauberen Lauf schaffte es Niederberger auf den 32. Platz, entsprechend positiv äusserte sich Niederberger nach dem Rennen: «Es ist nicht leicht, zur richtigen Zeit abzuliefern. Der Lauf ist mir gut gelungen, ich spüre einen Aufwärtstrend.»

Nachdem in Fort William und Leogang ausschliesslich Downhill-Spezialisten am Start waren, war das Crankworx-Festival in Innsbruck gemischter Natur. Im Pumptrack-Rennen qualifizierten sich der Leibstadter 4Crosser Ingo Schegk wie auch Noel Niederberger für die Finalläufe.

Crankworx Festival Innsbruck

Mit Platz 15 (Niederberger) und Platz 31 (Schegk) gelangen den beiden angesichts des ungewohnten Terrains ansprechende Leistungen, ein grosser Exploit blieb jedoch aus. Ein ähnliches Bild zeigte sich für Niederberger in der Disziplin «Dual Slalom», er beendete das Rennen auf dem 17. Rang.

Dass Noel Niederberger aber kein Kind von Traurigkeit ist, bewies er am darauffolgenden Tag in seiner Paradedisziplin: In Mitten der weltbesten Downhill Athleten schaffte Niederberger mit Rang 7 klar den Sprung in die Top 10. «Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, ich hatte einen guten Lauf und konnte meine Leistung voll abrufen. Vor einem derartigen Publikum abzuliefern macht richtig Freude», so Niederberger nach getaner Arbeit.

Für Niederberger gilt es jetzt, sich in der verbleibenden Zeit zu sammeln, um dann, hoffentlich beflügelt von den positiven Erlebnissen der vergangenen Rennen, am nächsten Downhill Weltcup in Andorra am 6./7. Juli die Qualifikation für die Weltmeisterschaft klar zu machen.