Quartierverein Brugg West

Staunen im Strohdachhaus

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Christoph Haller von der Museumskommission erklärt das Aargauer Strohdachhaus.

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Christoph Haller von der Museumskommission erklärt das Aargauer Strohdachhaus.

10 Mitglieder des Quartiervereins Brugg West staunten am letzten Sonntag auf ihrem Herbstausflug: So lebten unsere Vorfahren in ihren einfachen Strohdachhäusern. Christoph Haller führte die interessierten durch das denkmalgeschützte Strohhaus, dessen Dach auch bei heftigem Regen dicht ist und bleibt, trotz Jahrgang 1802. Allerdings, das Dach wurde 1984 erneuert und zwar von Niederländern. Dies ganz einfach aus dem Grund, weil es in der Schweiz zuwenig Dachdecker gibt, die dieses Metier noch können. Während der Führung erfuhr man, wie unsere Vorfahren kochten - nähmlich ursprünglich in einer Feuergrube, im Haus. Der Rauch zog durch das Dach ab über einen Rauchfang, wovon die rauchgeschwärzten Balken heute noch Zeugnis ablegen. Später wurden Kachofen, Backofen und Eisenherd eingebaut, was den Einbau eines Zwischenbodens erlaubte. Später wurde das Leben im Haus etwas bequemer und rauchfrei, aber im Winter war es dennoch abseits des Kachelofens bitter kalt, besonders für die Knechte und Mägde in den ungeheizten, Zimmern unter dem Dach. Fliessendes Wasser gab es draussen im Brunnen. Im Winter ass man geräuchertes Fleisch, Kartoffeln, Rüebli und eingmachtes Sauerkraut, spälter selber sterlisiertes Gemüse und Fleisch aus Gläsern oder Büchsen. Ja, einen Büchsenverschlussapparat gab es auch zu sehen, mit dem man früher selber die Konservenbüchsen verschloss. Froh, dass die früheren harten Zeiten vorbei sind, fuhr die Delegation des Quartiervereins Brugg West wieder nach Hause.

Hans Rüssli

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