Mit 5.9 Kilometern Länge war es zwar die kürzeste Etappe der Serie, jedoch ging es beim Berglauf von Beinwil am See auf den Homberg nur bergauf. Daniel Renggli wusste um die leichte Schwäche von Tekle Weldegebriel in den Anstiegen. Deshalb forcierte er bereits im ersten Streckenteil in den steilen Rampen mehrfach das Tempo.

Tekle Weldegebriel

Tekle Weldegebriel

Weldegebriel und die weiteren Begleiter Dominic Schacher (Unterentfelden) und Severin Widmer (Reiden) liessen sich jedoch nie entscheidend distanzieren. So war es auf dem letzten Kilometer Renggli selbst, der für seine Angriffslust Tribut zollte. Weldegebriel liess sich nicht zweimal bitten und erhöhte seinerseits das Tempo.

Damit holte er im Schlussteil noch eine halbe Minute Vorsprung auf Renggli hinaus, womit er die Gesamtwertung wohl definitiv zu seinen Gunsten entschieden hat. Dazwischen klassierten sich Schacher und Widmer auf den Plätzen zwei und drei.

Christina Fenk ist nicht zu bremsen

Christina Fenk dominiert die GO-IN6WEEKS nach Belieben. Auch beim Berglauf in Beinwil am See war gegen sie kein Kraut gewachsen. Um 39 Sekunden distanzierte sie Yvonne Kägi, die nach halbjähriger Verletzungspause erst seit Kurzem wieder mit dem Training beginnen konnte.

Christina Fenk

Christina Fenk

Gar um 1:06 Minuten liess sie ihre erste Verfolgerin im Gesamtklassement Sarah Friedli (Roggliswil) hinter sich. Kommende Woche wird die Schlussetappe in Ruswil zu ihrer Ehrenrunde werden.

Ganze fünf Sekunden trennen sie noch vom Rekordvorsprung auf den oder die Zweitplatziert/e, der in den GO-IN6WEEKS je erreicht wurde. Dieser datiert aus dem Jahr 2012 und wird mit 8:23.2 Minuten gehalten vom damaligen Herren-Gesamtsieger Fabian Kuert (Langenthal).

Sprint-Leader unter Druck

Die Leader im CKW-Energiesprint Lisa Schüpbach (Neuenkirch) und Bruno Häberli (Aesch) sind Spezialisten für die ganz kurzen Strecken. Geht die Sprintstrecke über mehr als hundert Meter, sind sie angreifbar. Auf dem zweiten und letzten langen Sprint der diesjährigen Serie gerieten ihre Führungspositionen ins Wanken.

Bruno Häberli

Bruno Häberli

Der Gesamtzweite Linus Fischer (Schötz) und der Gesamtdritte Stefan Blättler (Brittnau) wählten die Teamtaktik und gingen gemeinsam auf den Sprint. Mit dem Sieg für Fischer und dem dritten Platz für Blättler war dieses Unterfangen sehr erfolgreich. Der Gesamtvierte Yves Segura (Buchrain) konnte sich noch zwischen den beiden klassieren.

Linus Fischer

Linus Fischer

Bruno Häberli war als Vierter ganze 0.1 Sekunden langsamer als Blättler, was ihn die entscheidenden Punkte im Gesamtklassement kostete. Damit gab er das Leadershirt an Linus Fischer ab. Acht Punkte beträgt der Abstand zwischen den beiden. Fischer reicht kommende Woche beim Saisonfinale ein zweiter Platz zum Gesamtsieg.

Gewinnt auf der kurzen Sprintstrecke wieder Häberli und würde Fischer Dritter, würde Häberli zwar punktgleich jedoch mit der besseren Klassierung in der Schlussetappe die Gesamtwertung gewinnen. Bei den Frauen konnte Sprint-Leaderin Lisa Schüpbach die Verdrängung vom Thron gerade noch abwenden.

Katja Aregger (Willisau) war eine Klasse für sich, mit 3.2 Sekunden Vorsprung auf Christina Fenk siegte sie in der Tageswertung. Lisa Schüpbach wurde Dritte, indem sie 1.6 Sekunden Vorsprung auf die viertplatzierte Andrea Riedo (Ruswil) ins Ziel rettete.

Katja Aregger

Katja Aregger

Drei Punkte Vorsprung auf Katja Aregger bringt Schüpbach zur Schlussetappe mit. Damit können beide mit einem Tagessieg aus eigener Kraft den Gesamtsieg erkämpfen. Schüpbach ist auf den ganz kurzen Strecken jedoch leicht im Vorteil.

Martin Dätwyler ohne Latten an den Füssen

Als Promiläufer war der Langläufer Martin Dätwyler zu Gast. Im steilen Gelände machte er auch nur mit Schuhen an den Füssen eine gute Figur und kam im Mittelfeld beim Hombergturm an.

6. Etappe in Ruswil

Kommende Woche geht es bei der Schlussetappe in Ruswil wieder über einfacheres Terrain. Die Strecke ist 9.4 Kilometer lang und führt in Richtung Ziswil. Start und Ziel sind bei der Mehrzweckhalle.