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SP lanciert Kampagne gegen OASE-Strassenprojekt im Raum Brugg

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Eine Blechlawine durchs Wasserschloss? Gegen diese dem kantonalen Strassenbauprojekt „OASE“ geschuldeten Perspektive hat die SP Bezirk Brugg eine Kampagne lanciert. Sie kritisiert dabei insbesondere den massiven Eingriff in die Natur, die starke Fixierung auf den Autoverkehr sowie das intransparente Verfahren.

Die Aargauer Regierung plant, eine neue Aare-Brücke samt Schnellstrasse durch die Auenlandschaft rund ums Wasserschloss bauen. Dies um das Zentrum vom Verkehr zu entlasten und das untere Aaretal sowie den süddeutschen Raum besser als Schweizer Autobahnnetz anzuschliessen. So sieht es das Projekt „Ostaargauer Strassenentwicklung“ (OASE) vor. Der Grosse Rat hat einer entsprechenden Richtplananpassung auf Stufe Zwischenergebnis im vergangenen Juni bereits zugestimmt.

Die SP lehnt beide aktuell zur Diskussion stehenden Linienführungen ab. Beide führen quer durch Wohn-, Gewerbe- und Naturschutzgebiete. Die Strasse hätte ein Fassungsvermögen von rund 25‘000 Fahrzeugen pro Tag. „Damit ist die Mehrbelastung für unsere Region und ihre Einwohner garantiert“, warnt Sacha Schenker, Co-Präsident der SP Bezirk Brugg. Als einzige tragbare Variante fordert sie SP die weitgehende Untertunnelung der Aare und des Siedlungsgebiets. Zudem muss die OASE zu einem wirklichen Gesamtverkehrskonzept ausgebaut werden. Der öffentliche Verkehr, der Fuss- und Radverkehr, sowie das Mobilitätsmanagement müssen als eigenständige Verkehrsträger und nicht bloss als flankierende Massnahmen zum Autoverkehr verstanden werden.

Die nächste öffentliche Anhörung ist erst in den Jahren 2019/2020 geplant. Bis dahin will der Kanton, zusammen mit einzelnen Gemeindevertretern, das Projekt offenbar im Hinterzimmer vorantreiben. Wie bekannt wurde, haben die Exekutiven von Brugg und Windisch eine alternative Linienführung vorgeschlagen. Sie weigern sich aber, diese publik zu machen. Die SP verurteilt dieses undemokratische Verhalten scharf und wird entsprechende politische Vorstösse einreichen oder unterstützen. Denn: „Die Bevölkerung hat ein Recht, offen und transparent über solche folgenschweren Projekte informiert zu werden“, fasst Gross- und Einwohnerrat Martin Brügger zusammen.

Um die Bevölkerung noch mehr auf das Thema zu sensibilisieren, hat die SP eine Kampagne lanciert. Sie wird mit Bildern und Plakaten in den sozialen Netzwerken sowie im öffentlichen Raum auf das inakzeptable Strassenbauvorhaben aufmerksam machen.

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