Am frühen Morgen des letzten Samstags haben sich 17 reiselustige Mitglieder des Samaritervereins Seengen an der Bushaltestelle eingefunden, um die diesjährige Vereinsreise in die schöne Ostschweiz zu starten.

Mit Bus und Zug fahren wir gut gelaunt zu unserem ersten Ziel, dem thurgauischen Dorf Lanzenneunforn. Dort werden wir sehr herzlich von Ewa Kressibucher empfangen, die uns heute hinter die Kulissen der Naturöl Gmbh einführen wird. Der Hof der Familie Kressibucher hat sich unter anderem auf die Samenproduktion von Raps spezialisiert. In einem spannenden Vortrag erzählt uns Frau Kressibucher den Weg der Rapspflanze bis zur Pressung des delikaten Rapsöls.

Wir bekamen Gelegenheit verschiedene Produkte, entstanden aus der Kreativität von Ewa zu degustieren. Nicht nur die feinen Öle, die zur gesunden Ernährung beitragen, auch die Dips und Sossen, die Rapskernriegel, köstliche Kuchen und die handgeschöpfte Schokolade haben uns sehr gemundet. Ein Besuch im Hofladen und hat unsere Führung abgerundet. Einige von uns werden in der nächsten Zeit in ihrer Küche die feinen Produkte von Ewa ausprobieren. Der Abschluss der Hofführung war das gemeinsame z’Mittag mit dem mitgebrachten Reiseproviant.

Am frühen Nachmittag machten wir uns auf den Weg ins appenzellische Wasserauen zur Luftseilbahn Ebenalp. Der Himmel trüb und wolkenverhangen mit einigen kräftigen Regenschauern konnte uns die Laune nicht verderben.

„Sönd willkomm“ begrüsste uns der Kondukteur der Bahn und nach kurzer Fahrt erreichen wir die Ebenalp, wo wir uns mit Kaffee und Appenzeller Nussgipfel auf die weitere Etappe des heutigen Tages freuen. Unser Ziel ist das Berggasthaus Schäfler, das wir circa 1 Stunde Wanderung auf 1923m ü.M. erreichen werden. Oben angekommen wird unsere Anstrengung mehr als belohnt. Das Wetter hat sich inzwischen erfreulicherweise auch beruhigt und klart auf. Ein Ausblick der Extraklasse erwartet uns. Wir können uns nicht satt sehen am Panorama, was uns den Alpstein mit Säntis und hoher Kasten präsentiert. Die Fernsicht über das Appenzeller Land bis zum Bodensee lässt unsere Herzen höher schlagen. Der einmalige Sonnenuntergang mit seinen Farbenvariationen wurde von uns allen bewundert.

Inzwischen ist es Zeit geworden unsere Zimmer zu beziehen und uns für das z’Nacht im Berggasthof im Säli einzufinden. Wir genossen ein mehrgängiges köstliches Abendessen und beim Plaudern verging der Abend wie im Flug.

Die Frühaufsteher unter uns begrüssten den Sonntag bereits um 05:45 Uhr zum Sonnenaufgang bei klarem Himmel. Es versprach bereits jetzt ein wunderschöner, sonniger und warmer Tag zu werden.

Nach einem reichhaltigen Frühstück machen wir uns um 09:00 auf den Weg zurück zur Ebenalp. Bei einer kurzen Kaffeepause entscheidet sich ein Teil unserer Gruppe die Sonne auf der schönen Terrasse noch ein bisschen zu geniessen und mit der Luftseilbahn nach Wasserauen zurückzukehren.

Die Anderen erwartet auf dem Weg zum Abstieg zu Fuss ein weiterer Höhepunkt der Ebenalp, das Wildkirchli. Wir durchqueren die prähistorischen Höhlen, die uns zur Kapelle bringen. In diesen Höhlen wurden übrigens bearbeitete Steine, Werkzeuge und Knochen gefunden, die sich auf 50-30‘000 vor Christus datieren und beweisen, dass die Neandertaler bereits zu dieser Zeit im Alpsteingebirge anwesend waren.

Der weitere Weg, der Felswand entlang, führt uns zum Bergasthof Aescher. Besonders eindrücklich war für uns ein Blick ins Innere. Eine Hauswand besteht aus Fels, an den das eindrucksvolle Haus mit drei Wänden angebaut ist. Die Wandervögel erreichen nach steilem Abstieg die Haltestelle der Appenzeller Bahnen, wo wir uns nach dem Mittag mit dem Rest unserer Gruppe wieder treffen.

Gemeinsam bringt uns die Bahn in kurzer Fahrt ins gleichnamige Städtchen, dem Kantonshauptort Appenzell. Das sehenswerte Städtchen ist das touristische Zentrum des Halbkantons Appenzell Innerrhoden. Teils bunt bemalte Holzhäuser mit geschweiften bzw. gebrochenen Giebeln verleihen ihm seinen besonderen Charakter, der am ursprünglichsten von den Häuserreihen in der Hauptgasse vermittelt wird. Wir alle decken uns beim Flanieren durch die Hauptgasse mit typischen Souvenirs wie Bergkäse, Appenzeller Biber und anderen Mitbringseln für unsere Lieben daheim ein.

Der schöne Nachmittag geht schnell vorbei uns schon sitzen wir wieder im Zug zurück in den Aargau. Während der letzten Etappe Richtung Zürich/Lenzburg/Seengen lassen wir unsere Erlebnisse der beiden Tage nochmals Revue passieren und sind uns alle einig: eine wiederum schöne Vereinsreise geht zu Ende. Bettina Bruder bedankt sich in einer kurzen Ansprache bei Maja Sandmeier, die diesen Ausflug perfekt organisiert hat. Dies wird durch unseren grossen Applaus quittiert. Danke Maja!

In Seengen angekommen lassen wir den Sonntagabend mit einem Besuch im Rebstock ausklingen.

(von Gabi Ulmann)