Am Sonntag, 14 Mai 2017, haben die Juniorinnen U18 von Würenlingen-Zurzibiet gegen den TV Appenzell erneut gewonnen und sich so den Aufstieg in die Elite der FU18 gesichert. In der Saison 2017/2018 gehören diese Girls nun zu den 8 stärksten FU18 Juniorinnenteams der Schweiz! Ausschlaggebend für diesen Erfolg waren 3 Schwerpunkte: Zusammenarbeit, Einsatz und der Kopf.

Zusammenarbeit: Warum der KTV Muotathal wichtig war

Nach der gewonnen Vorrunde sind die FU18 Juniorinnen von Würenlingen-Zurzibiet im Aufstiegsspiel in die Inter-Gruppe am starken ATV/KV Basel gescheitert. Dies bedeutete ein Verbleib in der Promotion, ein Rückschlag. Diese Promotionsmeisterschaft wurde dann aber mit dem aktuellen Team verlustpunktlos als Sieger abgeschlossen. Man muss zu den Aufstiegsspielen erwähnen, dass nicht alle Teams Aufstiegsspiele absolvieren mussten (z. B. der TV Appenzell konnte ohne zusätzliches Spiel direkt in die Inter-Gruppe aufsteigen) und zum Teil auch schwache Gegner zugeteilt bekamen. Würenlingen-Zurzibiet hatte da einfach Pech.

Dank gutem Kontakt zum KTV Muotathal durften 5 Girls von Würenlingen-Zurzibiet das Team vom KTV Muotathal während der Inter-Saison ergänzen und gemeinsam hat man den Sieg in dieser Intergruppe erreicht. Damit war der Weg frei für die Aufstiegsspiele in die Elite-Gruppe. Der KTV Muotathal hat dem Trainerteam von Würenlingen-Zurzibiet mitgeteilt, dass sie kein Interesse an einem Aufstieg in die Elite-Gruppe hätten. Daraufhin hat man mit dem Schweizerischen Handballverband (SHV) Abklärungen getroffen und es fertig gebracht, dass mit TFL-Lizenzen (Talentförderung) die Girls von Würenlingen-Zurzibiet (Promotionsmannschaft) im Namen vom KTV Muotathal an den Aufstiegsspielen in die Elitegruppe gegen den TV Appenzell teilnehmen können. Alles korrekt, wenn auch etwas kurios. Sina Heinzer und Vanessa Schelbert vom KTV Muotathal haben das Team von Würenlingen-Zurzibiet an den Aufstiegsspielen ergänzt.

Einsatz Spielerinnen und Trainer

Die Trainer haben den Entscheid für die Teilnahme an den Aufstiegsspielen gemeinsam mit dem Team gefasst und klare Vorgaben über Trainingsanzahl, -besuch und Einstellung kommuniziert. Zusammen hat man entschieden, diesen Weg zu gehen. Man wollte nicht nur teilnehmen, man wollte aufsteigen! Und dafür hat man in den letzten Wochen hart gearbeitet und viel investiert. Die von André Zimmermann organisierten Videobotschaften einiger Endinger Nati A-Spieler an die Girls am Samstagabend vor dem Heimspiel waren dafür genauso wichtig wie ein gemeinsames Mittagessen und Vorbereitungszeiten vor den beiden Spielen.

Kopf: Mentaltrainer Nino Paneduro

Das Trainerteam mit Thomas Minikus, André Zimmermann, Ulli Leubin und Manfred Heinzer (KTV Muotathal) hat nichts dem Zufall überlassen und in den letzten vier Wochen den Mentaltrainer Nino Paneduro in die Trainings miteinbezogen. Immer wieder hat man in der Halle gehört: "Wo sind wir? Im Fluss"- "Wie sind wir? Positiv", "Wie sind wir? Selbstbewusst", "Was machen wir nach dem Spiel? Party!" und das so lange, bis es jede Spielerin wirklich geglaubt hat.

Aufstiegsspiel in Appenzell 07. Mai 2017 - die Vorentscheidung

Schon vor dem Anpfiff hat man die Überzeugung der Girls regelrecht gespürt und so ging es auch gleich zur Sache. Nach einer starken ersten Halbzeit (Halbzeitstand 10:11) in der die beiden Teams gleichwertig waren und einem tollen Publikum mit vielen eigenen Schlachtenbummlern im Rücken versprach die zweite Halbzeit einiges. Schnell konnten die Würenlinger-Zurzibieterinnen vorlegen und gingen 10:14 in Führung. Dies war bereits die Vorentscheidung, denn die Würenlinger-Zurzibieterinnen spielten konsequent ihr Spiel zu Ende und gewannen verdient 18:31 - die Vorentscheidung!

Rückspiel in Würenlingen 14. Mai 2017 - der Aufstieg!

Bereits eine Woche später stand das Rückspiel auf dem Programm. Die Appenzellerinnen hatten auf ihrer Homepage bereits erwähnt, dass sie nach der Kanterniederlage im Hinspiel den Aufstieg bereits abgeschrieben hätten. Nur ein taktisches Geplänkel? Die Würenlinger-Zurzibieterinnen bereiteten sich erneut seriös vor und standen getragen von einer lautstarken einheimischen Kulisse bereit. Schnell konnten sie 4:0 vorlegen und der Vorsprung bis zur Halbzeit vergrösserte sich auf 18:8. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt entschieden. Das Schlussresultat von 31:24 ist ein verdienter Erfolg für die jahrelange Arbeit des ganzen Teams. Eine FU18 Juniorinnen-Mannschaften in der Elite-Gruppe hat es im Zurzibiet noch nie gegeben!

Verabschiedung

Leider müssen altershalber drei Spielerinnen das Team verlassen. Claudia Biondi, Julia Meierhofer und Corinne Jeggli wurden mit einem kleinen Geschenk verabschiedet. Die eine und andere Träne in den Augen zeigt, wie sehr sich alle in diesem Team wohl fühlen!

Ein grosser Dank gilt Manfred Heinzer, Trainer vom KTV Muotathal, dem ganzen FU18 Team von Muotathal und ganz speziell Sina Heinzer und Vanessa Schelbert für ihre grosse Unterstützung und wertvolle Zusammenarbeit. Sie fehlen jetzt schon!