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Seniorenreise am 14. Juni 2018 - vom Entlebuch ins Emmental

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Hätte am 14. Juni in Auenstein eine Volkszählung stattgefunden, wäre die Einwohnerzahl auf einen Schlag um 103 Personen gesunken. Weshalb dieser plötzliche Rückgang? Sind sie vor etwas geflüchtet? Oder ist die Pest ausgebrochen wie im Mittelalter? Weder das eine noch das andere – sondern der traditionelle Seniorenausflug lockte die Seniorinnen und Senioren ins Freie, denn nach zahlreichen Regentagen war ein schöner Tag angesagt. Mit zwei Cars ging es via Wiggertal ins Entlebuch, das Haupttal der Kleinen Emme zwischen Bern und Luzern. Es wird oft "Grösstes Buch der Welt" oder "Der Wilde Westen von Luzern" genannt. Moorlandschaften und eine Tier- und Pflanzenwelt von (inter)nationaler Bedeutung kennzeichnen das Entlebuch aus – kein Wunder wurde das Gebiet als erstes Biosphärenreservat der Schweiz ausgezeichnet.

In Marbach war Umsteigen in die Gondelbahn angesagt, welche die Auensteinerinnen und Auensteiner auf die Marbachegg in 1500m Höhe transportierte. Restwolken sorgten dafür, dass die angekündigte grandiose Aussicht auf Schrattenfluh mit Schibegütsch und Hogant nur ansatzweise zu geniessen war. Genossen wurde jedoch das Mittagessen im Berggasthof und die Gespräche am Tisch. Gleich nach dem Dessert lockte jedoch ein Abenteuer: Ein paar Mutige setzen sich in einen motorlosen Go-Kart und brausten den Hang hinunter. Kein mühsames Hinaufstossen des Vehikels – dafür wurde der Skilift eingesetzt!

Weiter ging die Fahrt mit dem Car ins Emmental, wo sich die Emme über Jahrtausende ihren Weg ins Mittelland gegraben hat. Dabei sind die typischen Hügel und Furchen des Emmentals entstanden. Saftige Matten im Talgrund, auf den Eggen ausgedehnte Wälder und in der Höhe Alpweiden. Mensch, Tier und Natur sind im Emmental eng verbunden, bilden eine Schicksalsgemeinschaft. Die feinen, frischen Erzeugnisse von Bauern und Gewerbe sind ein Stück Lebensqualität, sind Gaben der Natur und Lohn der harten Arbeit.

Beim Zwischenhalt in der Biskuitfabrik Kambly in Trubschachen konnte man sich davon überzeugen. Seit drei Generationen steht Kambly für vollendete Schweizer Feingebäck-Tradition. Was 1906 mit den ersten Bretzeli nach einem Rezept von Grossmutter begann entwickelte sich zu einem Grossbetrieb mit rund siebzig verschiedenen Sorten „Guetzli“. Beim Einsteigen in den Car hatten fast alle eine volle Tragtasche bei sich. Ein weiterer Kaffeehalt erübrigte sich, da bei der Degustation tüchtig zugelangt wurde!

Der Heimweg führte über St. Urban und Vordemwald wieder in den Aargau zurück. Gemeinderätin Edith Lisibach entdecke in Paris ein Oldtimer-Taxi und war fasziniert von diesem Gefährt. Sie zog ein paar interessante Parallelen zu den „Oldtimern“, die in des Sitzen des Cars sassen.

Und welch ein Wunder: Um 19:30 Uhr schnellte die Einwohnerzahl wieder um 103 Personen in die Höhe. Niemand ging verloren und alle kehrten nach einem von der Kirchgemeinde und der Einwohnergemeinde organisierten und gespendeten schönen Ausflug wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurück. Preisfrage: Was wird es wohl in nächster Zeit zum Kaffee geben? – Ein Kambly-Guetzli!

Hans-Peter Ott

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