NATURSCHUTZVEREIN

Schwarzspecht und Co. – Exkursion im Moos

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Naturschutzverein Frick

Über 30 Personen starteten bei wunderbarem Frühlingswetter zur Exkursion ins Moos. Manfred Lüthy verstand es ausgezeichnet, den interessierten Teilnehmenden das Thema „Spechte" näher zu bringen. Zur Zeit läuft das internationale Jahr des Waldes und der Schwarzspecht ist Vogel des Jahres 2011 - damit war die Themenwahl der Exkursion natürlich schnell erklärt.

Bereits früh im Jahr stecken Spechte mit dem bekannten Trommeln ihr Revier ab und machen sich rufend auf Partnersuche. Um Spechte bei diesem Treiben zu beobachten, ist der Frühlingswald anfangs April hervorragend geeignet, weil das Laub erst am Spriessen ist und noch eine freie Sicht gewährleistet ist. Nach der kurzen Wanderung ins Moos konnten die Teilnehmenden beim ersten Halt zum Erstaunen des Exkursionsleiters die 10 Spechtarten der Schweiz lückenlos aufzählen. Manfred Lüthy erklärte zuerst das Verhalten des Buntspechtes, welcher sich gleichzeitig in einer Baumkrone sehr schön präsentierte. Als Interessante Details der meisten Vertreter der Spechtfamilie sind sicher folgende Punkte zu erwähnen: Meisselschnabel, lange, klebrige Zunge zur Nahrungssuche in borkigen Baumrinden, ein Gehirn, das gegen die Erschütterungen beim Klopfen geschützt ist, der Stützschwanz aus extra starken Federn, sowie die speziell für das Leben an Baumstämmen ausgebildeten Zehen.

Auf dem Weg im Revier Seckenberg hörte man kurz den Kleinspecht rufen. Auch der Mittelspecht kann dort als Liebhaber von grossen Eichen auch beobachtet werden. Er wollte sich aber der Exkursionsgruppe nicht zeigen. Der Schwarzspecht besetzt ein Revier von 100 bis 400 Hektaren Mischwald mit möglichst hohem Totholzanteil. Bei uns bevorzugt der Schwarzspecht als Höhlenbaum meistens eine bereits etwas geschwächte, mindestens 40 cm dicke Buche mit kahlem Stamm. Er zimmert in der Regel alle 5-7 Jahre eine neue Höhle. Alte Schwarzspechthöhlen werden gerne von Hohltauben, Dohlen, Fledermäusen und anderen „Nachmietern" übernommen. Auf dem lehrreichen Rundgang konnte ein Teil der Gruppe einen Schwarzspecht längere Zeit beobachten.

Gegen Ende der Exkursion machte uns Manfred Lüthy noch mit den Eigenheiten von Grau- und Grünspecht vertraut. Der Grauspecht sucht gerne morsche Bäume nach tierischer Nahrung ab. Im Winter kann er auch problemlos auf vegetarische Nahrung umstellen. Der Grünspecht sucht seine Nahrung (Ameisen) gerne am Boden, darum wird er auch Bodenspecht genannt. Der Grünspecht hat in den letzten Jahren sicher von den milden Wintern profitiert und konnte seine Bestände halten.

Die Teilnehmenden dankten dem Exkursionsleiter mit einem grossen Applaus und kehrten um viele Erfahrungen und Eindrücke reicher zum Ausgangspunkt beim alten Forstmagazin Ritzleten zurück. Bald schon traditionell beendeten einige Naturliebhaber die Exkursion mit einem gemeinsamen Mittagessen.

Unter www.nv-frick.ch finden sich weitere Infos und Bilder.


Bilder: beim Beobachten des Buntspechtes
Manfred Lüthy erklärt Nachmieter in Schwarzpechthöhlen
Frühlingswald im Seckeberg
unterwegs im Frühlingswald
Beobachtung eines Buntspechtes

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