Das erste Feldschiessen nach dem legendären Abstimmungswochenende bezüglich neuem Waffengesetz am 19.05.2019 ist beendet. Bei den 300-m-Schützen nahmen 10‘558 (+163) Aargauerinnen und Aargauer teil. Mit der Militärpistole absolvierten 2790 (-57) Männer und Frauen auf die 25- oder 50-m-Distanz den Grossanlass. Nach einem gelungenen Rapport mit den Vereinen und dem traditionellen Kick-Off in Dürrenäsch, funktionierte das Feldschiessen erwartungsgemäss Top.

Es zeigt sich einmal mehr, dass eine gute Vorbereitung wesentlich zum Erfolg beiträgt. „Viele Bezirke mobilisierten sehr gut, andere vielleicht weniger, da sie in der Abstimmungskampagne sehr engagiert waren“, kommentiert Stauffer die Beteiligung.

Wetterglück

Natürlich erhoffte man sich nach dem klaren JA, eine «jetzt erst recht» Stimmung, und somit eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Mit dem Gewehr erreichten zwei Teilnehmer das Maximumresultat von 72 Punkten. Zwölf Schützen/innen verfehlten dieses Ziel nur um einen Zähler und konnten hervorragende 71 Punkte erzielen, darunter auch zwei Frauen, mit Anita Stäger (FS Dintikon) und Yvonne Erdin (SV Gansingen).

Besonders zu erwähnen die 71 Punkte von Hans Hunziker der SG Seon mit Jahrgang 1934.„Das Wochenende war wettertechnisch gut um Spitzenresultate erzielen zu können“, analysierte Feldchef Stauffer. Noch vielmehr freute er sich über die 70 Punkte seiner Ehefrau, die ihn in der Organisation und Umsetzung des Anlasses jeweils sehr stark unterstützt. Das bedeutet auch den Gewinn des begehrten Awards.

Ein zufriedener Teilnehmer des Feldschiessens.

Ein zufriedener Teilnehmer des Feldschiessens.

Treffsichere Polizisten

Mit der Pistole waren wie in den Vorjahren die Polizisten am treffsichersten, somit bestens geschult mit dem Sportgerät. Diese Tatsache beruhigt den Aargauer Bürger. Daniel Dennler, wohnhaft in Umiken und Andreas Hunziker aus Oberkulm, erzielten 18 Zentrumstreffer und damit das Pistolenmaximum von 180 Punkten. Andreas Hunziker leitet im Verband der Aargauer Regionalpolizeien die Schiessausbildung. Hervorragende 179 Zähler erzielten 4 Pistolenschützen.

Feldschiessen, ein Anlass der Begegnung

Die Solidarität der Dorfvereine ist beim Feldschiessen bemerkenswert. Man darf das Feldschiessen auch als gesellschaftlichen Mehrwert betrachten, denn es bleibt ein beliebter Treffpunkt der Dorfvereine, ohne Leistungs- oder Resultatdruck. Der olympische Gedanke «dabei sein ist alles» rückt in den Vordergrund, obwohl es im Schiessbetrieb sehr seriös und geordnet zu und her geht.

Erfreulich ist mitanzusehen, wie der Schiesssport Generationen verbindet. Der jüngste Teilnehmer Vitus Bissig FS Rudolfstetten-Friedlisberg mit Jahrgang 2010, und der älteste Teilnehmer Theo Dober der SG Aarau mit Jahrgang 1927, der sein 73 Feldschiessen absolvierte.

Die Hochburgen des Schiesssports im Aargau

Die grösste Beteiligung auf die 300-m-Distanz im Aargau verzeichnete die Sektion Boswil mit 401 Teilnehmer/innen, gefolgt von Dürrenäsch mit 363 Schützinnen und Schützen. Auf Rang 3  der Hitliste folgt Kaisten mit 206, und Seengen mit 195 Teilnehmenden.

Bei den Pistolenschützen verzeichnet PS Reinach mit 230 Teilnehmenden die höchste Anzahl, gefolgt von Aarau und Möhlin mit 186 resp. 178 Teilnehmern.

Alles in allem gebührt allen Vereinen ein Dankeschön für den unermüdlichen Einsatz, selbst wenn nur ein paar wenige Teilnehmer/innen einen wertvollen Beitrag für die Schützenfamilie erbringen.

Ausblick

Obwohl der Feldchef offiziell an Rücktritt denkt bleibt zu hoffen, dass er dem Aargau mit seinem «Know-How» und Netzwerk erhalten bleibt, und seine Nachfolger sanft an die anspruchsvolle Aufgabe heranführt. Die Vereine schätzen die kompetente Art & Weise, die Werner Stauffer mit seinem Staff praktiziert.