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Schützenfest am Städtli-Fäscht: Der STV Baden siegt gegen Wädenswil/Horgen

Städtli 1 geht aus der Hochgeschiwindigkeitspartie gegen die ebenfalls junge Zürcher SG siegreich hervor und beschert den über 400 Zuschauern in der Aue einen kurzweiligen Abend.

Städtli 1 geht aus der Hochgeschiwindigkeitspartie gegen die ebenfalls junge Zürcher SG siegreich hervor und beschert den über 400 Zuschauern in der Aue einen kurzweiligen Abend.

In einer aussergewöhnlich torreichen Partie setzt sich Städtli 1 gegen die weiterhin sieglosen Gäste vom Zürichsee durch.

71 Tore! So viele kriegt man auf Nationalliga-Niveau in einem einzigen Match selten zu sehen. Und so sehr 37 erzielte Tore für die Angriffsleistung der Badener Heimmannschaft sprechen, so sehr müssen 34 erhaltene Tore in Sachen Abwehr zu denken geben.

Dass den gut 400 Zuschauern eine unterhaltsame Partie ins Haus stehen würde, war schnell klar. Baden wie Wädenswil/Horgen traten mit jungen Teams an, die augenscheinlich wenig von langatmigem Abtasten halten. Von Beginn weg war Tempohandball angesagt, wobei Baden den etwas besseren Start erwischte. Aus dem 6:3 nach sieben Minuten wurde aber erst mal ein 7:8 und 8:9 – was die beiden einzigen Führungen der Gäste sein sollten. 

Auch wenn Baden das Geschehen nicht eigentlich dominierte, lag es dank Toren von Pascal Bühler (12/14), Seppi Zuber (5/6), Noah Gautschi (6/9) und Raphael Bolliger (5/5) doch plötzlich drei, vier, fünf Zähler vorn und ging mit einem recht komfortablen 18:13 in die Pause.

Die Gäste von Zürichsee liessen sich davon nicht entmutigen und drückten weiter aufs Tempo. Städtli nahm den Fehdehandschuh auf und leistete sich im daraus resultierenden offenen Schlagabtausch einige technische Fehler und Zeitstrafen mehr als einem gepflegten Spiel dienlich war.

Beide spielten nur vorwärts

So sah das Publikum im letzten Drittel der Partie zwei Mannschaften, die nur eine Richtung kannten: Vorwärts! Baden legte vor, Wädenswil/Horgen zog nach und war einige Male nahe dran, das Spiel zu seinen Gunsten zu kippen. 

Dann die Schlüsselszene in der 58. Minute: Fabian Schmid (1/1) steht zum ersten Mal in dieser Partie auf dem Feld. Der Mitspieler neben ihm unterläuft einen Pass, der Ball landet bei Schmid – der zum 36:33 trifft!

Raphael Bolliger legt noch einen drauf, womit es zwei Minuten vor Schluss vorentscheidend 37:33 steht. Ein paar technische Fehler, Fouls und ein Gegentor später dann der Abpfiff: 37:34 für Städtli 1 – Wädenswil/Horgen wartet weiterhin auf seine ersten Punkte.

Durchatmen. Auf der Habenseite stehen 2 Punkte und die Gewissheit, dass das junge Team von Trainer Björn Navarin der Hochgeschwindigkeitspartie konditionell und technisch gewachsen war. Offensichtlich hat man nach dem verkorksten Spiel in Stans auch mental einen Schritt vorwärts gemacht. 

Dass man aber sein Heil ohne Rücksicht auf Gegentore ausschliesslich im Angriff sucht, kann definitiv nicht die Regel sein. Städtli 1 tut gut daran, sich in den kommenden Partien gegen Altdorf, Yellow und Biel auch wieder auf seine Defensivqualitäten zu besinnen.

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