Sechs Klassen mit insgesamt 125 Schulkindern und Lehrpersonen nahmen an der Schulexkursion des Natur- und Vogelschutzvereins Suhr teil. Drei attraktive Posten waren für sie vorbereitet.

Am ersten Posten gab es ein Bodenprofil zu bestaunen. Es wurde deutlich, dass vor allem in den obersten paar Zentimetern eine Vielzahl von Tieren vorkommt. Sie besorgen dort den Abbau von organischem Material, von Blättern oder Totholz und stellen damit die Nährstoffe wiederum den Pflanzen zur Verfügung.

Regenwürmer, Asseln, Steinkriecher und Schnecken wurden gefunden. Besonders Eindruck machte der Saftkugler, der sich bei Gefahr einrollt und wie eine kleine harte Frucht oder ein Schneckenhäuschen aussieht.

Bei den Insekten waren die Fangkünste der Schülerinnen und Schüler gefragt. Alles Mögliche schleppten sie an, um es von den Fachleuten bestimmen zu lassen. Alles, bis hin zu einer ausgewachsenen Erdkröte. Da diese aber vier statt sechs Beine hat, gehört sie eindeutig nicht zu den Insekten. Höhepunkt an diesem Posten war der Scharlachrote Feuerkäfer. Seine unscheinbare gelbe Larve lebt räuberisch, zum Teil sogar kannibalisch, im Totholz und entwickelt sich erst nach zwei oder drei Jahren zum attraktiven leuchtend roten Käfer mit dem schwarzen Kopf.

Die Dohlenkolonie im Suhrer Kirchturm war Thema am dritten und letzten Posten. Die Grau- oder Turmdohle ist nicht zu verwechseln mit der Alpendohle, deren Flugkünste man oft im Hochgebirge oder rund um die Terrasse von Bergrestaurants bewundern kann. Sie ist mit dieser nicht einmal nahe verwandt. Zurzeit sind die Suhrer Dohlen daran, Nistmaterial in die Kästen zu tragen. Bald kommt die Zeit der Eiablage.

Das Unscheinbare in der nächsten Umgebung sichtbar zu machen, dieses Ziel konnte mit der Schulexkursion sicher erreicht werden. Natur ist nicht im Fernsehen oder im Internet, Natur ist um uns, näher als man denkt!