"Taschengeld ist eine freiwillige Leistung der Eltern, kein Menschenrecht. Deshalb muss es auch dem Familienbudget angepasst sein.", betont Brigitte Ludwig, Budgetberaterin aus Aarau, am Elternstammtisch zum Thema "Sackgeld kostet Nerven". Taschengeld ist sinnvoll, sobald sich das Kind für Geld zu interessieren beginnt. Es kann ihm helfen, den Umgang mit Geld zu lernen: Sofort alles ausgeben? Sparen? Die Kinder lernen auch zu rechnen: wie lange muss ich sparen, bis ich mir das gewünschte Lego kauen kann? Bestrafungen über das Taschengeld sind nicht sinnvoll, sagt Frau Ludwig, es sei denn ein Kind hat z.Beispiel beim Telefonieren total übertrieben und muss nun die Mehrkosten zurückzahlen. Auch willkürliche Beschädigungen kann man dem Kind so zusagen "in Rechnung stellen", damit es auch merkt, was das Leben kostet. Allgemein sei es wichtig, zuhause über Geld zu sprechen um die Kinder auf einen selbständigen und selbstbestimmten Umgang mit Geld vorzubereiten. In der folgende, angeregten Diskussion stellten die Teilnehmer viele Fragen. Es zeigte sich, dass vor allem die Jugendlichen sehr unterschiedlich mit Geld umgehen: während die meisten Eltern ihre Kinder zum sparsameren Umgang mit Geld motivieren wollten, lautete auch eine Frage: "Wie bringe ich meine Kinder dazu, etwas von Ihrem Geld zu brauchen?".