An einem sonnigen Dienstag machten sich 19 wellnessinteressierte Frauen auf den Weg nach Schloss Wildegg um die Erkenntnisse rund um die Gesundheit des 19. Jahrhunderts zu erkunden:In der Therapieoase sollten sie sich gesund schwitzen oder frieren. Ob dies gelingt ist fraglich, da einige Therapiemethoden es wirklich in sich haben: z.B. die Kaltwasserkur vom "Wasserdoktor" Vincenz Priessnitz. Bei 6 Grad Celsius soll man wieder zum Jungbrunnen werden. Frostbeulen und "Krisen" sind vorprogrammiert und durchaus erwünscht. Überhaupt sind negative Begleiterscheinungen ein Zeichen für den Erfolg einer Therapie. 

Damit bei diesen harten Heilpraktiken nicht der eine oder andere das zeitliche segnet, werden auch nicht ernsthaft Kranke aufgenommen im Kurort Wildegg. Die Glücklichen, die einen Platz erhaschen konnten, erhalten auch das Prädikat "angekommen: gesund, ausgetreten, genesen". 

Auch die letzte Schlossherrin von Wildegg, Julie von Effinger, schwor auf die Wirkung von Homöopathie. In Ihrer Hausapotheke finden sich Globuli gegen diverse Leiden, welche sie von einem französischen Arzt bekommen hat. 

Die Konkurrenz liess sich aber auch in dieser Zeitepoche nicht lumpen. Wie der Badekurort Bad-Schinznach, welcher mit lukrativen Trinkkuren auf sich aufmerksam machte.

Die Schauspielerinnen Salome Jantz und Gabriela Angehrn führten uns wiederum mit viel Witz und Charme durch den Durchgang. Jedes mal erstaunlich in wie viele Rollen sie während dieser einten Stunde schlüpfen. 

Zum Abschluss liessen wir den Anlass im schlosseigenen Restaurant bei gemütlichem Beisammensein ausklingen.

Maya Meier