Wir Oberkulmer Männerriegler reisten am Samstag, 29. August, nach Andermatt, wo wir auch übernachteten. Leider empfing uns das Urserental sehr neblig und kalt. Trotzdem fuhren wir mit der Bahn zur Oberalp-Passhöhe und wanderten via Nätschen wieder zurück nach Andermatt. Eben infolge Nebel konnten wir die Landschaft nicht geniessen. Wir erlabten uns an den vielen Heidelbeeren, welche am Wanderweg auf hungrige Esser warteten.

In Andermatt angekommen, besuchten wir das sehr interessante Talmuseum. Die Geschichte des Gotthardpasses, der Tunnels und der Landschaft und Bevölkerung des Ureserentales wird dort lebendig gezeigt. Ein spezieller Raum wird dem wohl berühmtesten Andermatter gewidmet, nämlich Skiass Bernhard Russi. Man sieht dort alle seine WM- und Olympiamedaillen. Umso erstaunter lasen wir am nächsten Tag im Blick, dass sich Russi von seiner Frau trennt, galten doch diese beiden als Vorzeige- und Musterehepaar.

In der Nacht auf den Sonntag, 30. August, verabschiedete sich der Nebel und der Sonntag empfing uns mit blauem Himmel und herrlichem Sonnenschein. Wir begaben uns frühzeitig zur Bahn, welche uns durch den Furkabahntunnel nach Oberwald ins Wallis führte. Dort mieteten wir von den SBB tiptope 24-Gang-Fahrräder und machten uns auf den Weg durchs Goms nach Mörel. Selbstverständlich nicht auf der Hauptstrase, sondern abseits auf Radwegen durch sehr verträumte Gegenden. In Ernen stärkten wir uns mit einem feinen Mittagessen und fuhren wieder weiter per Velo via Ausserbinn, Filet nach Mörel. Vor und nach dem Dorf Ernen gab es einige lang andauernde Steigungen zu bewältigen, welche ganz ordentlich in die Beine fuhren! Für einige von uns, wurde die Schmerzgrenze erreicht. Umso stolzer waren wir hernach über unsere erbrachte Leistung.

Heinz Sager, unser neuer Reiseleiter, hatte uns in eine sehr romantische Gegend der Schweiz entführt. Seine Organisation war hervorragend und wir freuen uns heute schon auf das Reise-Erlebnis 2010, mit welchem uns Heinz überraschen wird.