Auch wenn 2015 in unserer Region kein Obstjahr ist, kamen die Leute in Scharen und liessen kleinere Mengen Äpfel durch den Störmoster pressen.

Verschiedentlich konnte man Aussagen hören wie: „Ich und meine Kinder haben  uss riesig auf den Mosttag gefreut und wurden nicht enttäuscht; wir sind begeistert von diesem Anlass“ oder „Es wäre wichtig, dass die Jungen sehen könnten, wie man Most macht. Dies sollte man in eine Projektwoche einbauen“. Die Organisatoren des Unterentfelder Mosttages, die beiden Unterentfelder Vereine Natur- und Vogelschutzverein und Biologischer Gartenbauverein, hatten auch dieses Jahr wieder Wetterglück und konnten sich über eine grosse Teilnahme freuen.

Zahlenmässig kamen nicht unbedingt weniger mit eigenem Obst, aber die Mengen pro Besucher waren in diesem Jahr bedeutend kleiner. So gab es drei Kunden, die mit gut vier Liter eigenem Most nach Hause gingen. Doch genau dies ist es, was der Mosttag in Unterentfelden bieten kann: So klein die Obstmengen auch sind, am Ende dürfen sich die „Obstbauern“ an ihrem eigenen Most freuen. Wo kann man dies sonst noch machen?

Besonders beliebt waren auch dieses Jahr wieder die frisch vor Ort frittierten Öpfelchüechli mit Vanillesauce. Die verwendeten Jacques Lebel-Äpfel sind dafür natürlich optimal geeignet. Die Apfelausstellung wurde durch eine weitere Attraktion erweitert: Ein halbes Dutzend Apfelsorten durfte probiert werden. Kaffeestube, Bastelecke für Kinder, Apfelschälwettbewerb und das Trio Tellirain mit ihren Alphörnern liessen den Anlass zu einem abgerundeten Ganzen werden.