Auf Anfrage des OK der Kulturnacht in Koblenz erklärte sich das Lehrerteam bereit, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern ebenfalls einen Beitrag zur Kulturnacht zu leisten.

Da die Kulturnacht mit der Projektwoche gekoppelt wurde, erlebten die Kinder der eine Woche Schulunterricht einmal ganz anders. Da wurde nun nach einem besonderen Stundenplan in altersgemischten Gruppen an den verschiedensten Themen im Zusammenhang mit dem grossen Wort „Kultur" gearbeitet.

Am Mittwoch durften alle gemeinsam ins Landvogteischloss in Baden. Dort erlebten die Kinder an verschiedensten Posten das Museum hautnah. In der Scheibstube wurde mit Gänsefedern geschrieben, römische Spiele wurden ausprobiert, mittelalterliches Theater selbst inszeniert und anderes mehr standen auf dem Programm.
Während der Projektwoche wurde in verschiedenen Gruppen mit Feuereifer und viel Einsatz getanzt und gesungen, gebastelt, gemalt und gefilmt.

Filmbearbeitung
Die Mittelstufenkinder versuchten sich an der Produktion von einem eigenen kleinen Film. Mit Unterstützung von Frau Ruppen und Frau Lerjen übernahmen die Schülerinnen und Schüler das Bearbeiten und Schneiden der selbst angefertigten Videoaufnahmen am Ende der Woche dann auch gleich selber. Schlussendlich entstand ein Film, in welchem die Schüler eine „Tele-Koblenz"-Tagesschau mit Interviews der verschiedenen Firmen und Betriebe in Koblenz aufzeigten.

Lustige Sketche
Bei Frau Jergus konnten Schülerinnen und Schüler aus der 3. / 4. & 5. Klasse lernen, lustige Sketche zu spielen. Durch das gegenseitige Feedback gaben sich die Teilnehmenden differenzierte Tipps um die Sketche zu verbessern, damit diese dann Ende Woche auch vorgeführt werden konnten!

Aerobic/ Instrumentenbau
Die Unterstüfler können bei Frau Weber ihre Kreativität vielseitig ausleben:
Aus selbst verzierten Tontöpfen wurden kunstvolle Trommeln hergestellt.
In der Turnhalle wurde fleissig für die Aerobic- Aufführung an der Kulturnacht geübt!

Rhythmus und Tanz
Die afrikanischen Trommeln haben Schülerinnen und Schüler aus der 3. / 4. & 5. Klasse selbst gebaut. Mit diesen übten sie dann auch den rhythmischen Tanz für die Aufführung am Samstag. Frau Elsener übte den Tanz ein und Frau Gürtler zeigte den Teilnehmenden, wie man authentische afrikanische Muster und Naturformen auf die Trommeln malen kann.

Theater
Bei Frau Keel und Frau Delay sollte ein Gameboy- süchtiger Prinz davon überzeugt werden, dass es auch andere, sinnvollere Beschäftigungen gibt. In dem Theater im Königshaus gab es Künstler die Purzelbäume schlagen, Sangen, Flöte spielten oder andere Kunststücke aufführten.

Wasser
Wasserbilder zeichnen, den Wasserkreislauf kennenlernen, Wassertiere erforschen und natürlich selber schwimmen! All diese Dinge erlebten die Unterstufenkinder bei Frau Mühlebach in der Projektwoche.

Kindergarten
Auch im Kindergarten arbeiteten die Kinder fleissig in der Projektwoche: Perlen mit farbigem Filz eingehüllt oder die Bremer Stadtmusikanten aus Ton und Papier geformt und natürlich diese spannende Geschichte nachspielen ist auch für die Kleinen spannend und mal eine Abwechslung.
Bei Frau Salathe, Frau Welti und Frau Fricker durften die Kinder sich mit dem Thema "Kugel" auseinander setzen. Sie bastelten eine reichlich verzierte Goldkugel, die zur Froschköniggeschichte passt. Kneten, Murmelbahn ausprobieren, und Vieles mehr gehörte dazu. Die selbstgemachten Schokoladenkugeln stiessen auf grosse Begeisterung.

Auftritt an der Kulturnacht als Höhepunkt der Arbeit
Und dann endlich war es soweit: Am Samstagabend konnten die Werke und Darbietungen einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden! Gemeinsam mit den KünstlerInnen aus Koblenz präsentierten einige Gruppen ihre Arbeiten an verschiedenen Ständen - und brauchten den Vergleich nicht zu scheuen.

Die Auftretenden aber sammelten sich nachmittags im Schulhaus. Teilweise bereits in den Kostümen nahmen sie den Weg von der Schule zum alten Lokdepot unter die Füsse. Weder das garstige Wetter noch die tiefen Temperaturen konnten der frohen Erwartung der SchülerInnen etwas anhaben. Angesichts der vollbesetzten Zuschauerreihen rutschte dann zwar manchem das Herz etwas runter und das Lampenfieber begann sich epidemieartig auszubreiten.


Doch dann: Der erste Schritt auf die Bühne, die ersten Sätze, die ersten Tanzschritte und voller Elan und Spielfreude zeigten alle ihr beträchtliches, in nur einer Woche erarbeitetes Können. Die ZuschauerInnen dankten es den kleineren und grösseren KünstlerInnen mit kräftigem und warmem Applaus. Auch der erste Auftritt von „Tele-Koblenz" fand viel Beachtung und Zustimmung. Wer weiss, vielleicht etabliert sich hier das neuste Lokalfernsehen der Region. Ja; so macht Schule Spass!

Martina Keel