Schweizerische Volkspartei

Projektkostenexplosion im Tägi verlangt einen Marschhalt

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Fraktionsbericht SVP zur Einwohnerratssitzung vom 8. September 2011

Die im Bericht zur Modulauswahl ausgewiesenen Kosten bei Realisation des Siegerprojektes „Moraillon" für Modul 1 (Eishalle mit Ueberdachung Ausseneisfeld) und Modul 2 (Ertüchtigung Bestand mit Kinderplanschbecken und Aussenwarmbecken) sind seit der Metronstudie 2007 um total 24.4 Mio bzw. 41.9 % von 58.2 auf 82.6 Mio. angestiegen. Beim Modul 1 beträgt die Zunahme trotz Verzicht auf das Sporthotel mit + 17.5 Mio. sogar 59.3 %, beim Modul 2 trotz Weglassung der Traglufthalle immer noch + 6.9 Mio. bzw. 24 %. Bei diesen Zahlen handelt es sich erst um eine Grobkostenschätzung mit +/- 15 %Genauigkeit.Die Gesamtkosten der beiden Module könnten sich somit noch weiter auf über 100 Mio. erhöhen. Dann würde allein die 1. Etappe des Tägiprojektes 2011 nominal das 4 ½- fache des alten SET der 70er Jahre kosten. Für die SVP ist diese Kostenexplosion nicht zu verantworten. Die Fraktion wird daher am 8.9. einen Marschhalt und eine nochmalige Ueberprüfung der Frage verlangen, ob eine Sanierung der alten Eisanlage samt Ueberdachung und energetischer Modernisierung nicht wesentlich kostengünstiger zu haben wäre. Auch zum Bericht der Arbeitsgruppe Betreibermodelle und der Auslagerung des Betriebes in eine privatrechtliche AG hat die SVP Vorbehalte: ohne konkrete Zahlen der im Bericht genannten 8 Referenz-betriebe fällt es schwer zu glauben, dass nur durch die Auslagerung des Betriebes aus dem chronisch defizitären Tägi ein gewinnbringender Betrieb mit einem Kostendeckungsgrad von 105 % gemacht werden könnte. Das geplante Vorgehen für die Ausgestaltung einer Leistungsvereinbarung auf der Basis eines z.Zt. noch fehlenden sportpolitischen Leitbildes ist kompliziert und teuer; es wird dem Gemeinderat einen mühseligen Verhandlungsmarathon abverlangen. Auch bei Auslagerung des Betriebes in eine Betriebs-AG ohne Einbezug der festen Kosten (Investitionen, Abschreibungen, Zinsen, Erneuerungen) wird das Tägi ein Subventionsbetrieb bleiben. Dagegen würde die bisherige Mitsprache des Einwohnerrates abgeschafft und vollumfänglich an den Gemeinderat und die Organe der neuen AG abgetreten.

Den Anträgen zur Veräusserung dreier Liegenschaften, zur Abgabe von Bauland im Baurecht an einen Investor (Zentrumsplatz 2. Etappe) sowie Abgabe von Bauland im Baurecht an die GGW (Langäcker) und das Gewerbe von Wettingen (Wannerareal) wird die SVP zustimmen. Ebenso befürwortet die Fraktion den neuen Landerwerbskredit Nr. 29 von 4 Mio. Franken. Trotz einiger Bedenken über die Folgekosten der neuen wird die SVP den Abschluss eines neuen Gemeindevertrages zwischen Wettingen, und 5 weiteren Gemeinden befürworten. Schliesslich stimmt die Fraktion der Uebergabe der offenen Jugendarbeit Wettingen an einen externen Mandatsträger und dem dazu nötigen jährlichen Gemeindebeitrag von Fr. 331'000 zu. (cme)

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