Als Ornithologen im Natur-und Vogelschutzverein Halten hören wir oft die Worte:“ So etwas macht ihr auch?“ Denn, der Ornithologie widmet man sich doch erst im Rentenalter. Diese Meinung ist weitverbreitet und führt dazu, dass viele Natur-und Vogelschutzvereine „verkümmern“ da ihnen die Mitglieder ausgehen.

Dass die Natur und alles was in ihr lebt Hilfe braucht, ist unbestritten. Das Insektensterben wird derzeit überall diskutiert und man versucht Wege zu finden, dieses zu stoppen.

Dass jeder helfen kann der Natur wieder etwas zurückzugeben, zeigt unser neustes Projekt „Naturnahe Gärten“. Mit wenig Aufwand und Kosten kann jeder Gartenbesitzer dazu beitragen, Lebensraum für bedrohte Tier-und Insektenarten zu schaffen.

Unser Präsident Walter Niederberger hatte die Idee dazu und bald wurde daraus ein Projekt. Die Planung und Vorbereitung dauerte etwa ein Jahr. Jeder widmete sich einem Fachgebiet und setze sich mit diesem auseinander. Es wurde ausprobiert, nachgelesen und darüber diskutiert. Interessierte Haltener luden uns ein, ihren Garten zu begutachten. Im Vorfeld informierten sie uns, welches Thema sie am meisten interessierte. Zur Auswahl standen u. A. Kleinstrukturen wie Ast- und Steinhaufen erstellen; Lebensraum für Igel schaffen; die richtige Wahl von Garten- und Heckengehölzen; Vermeidung von Vogelfallen bei Glaswänden; Optimierung von Nistgelegenheiten, sowie Katzenschutz; geeignete Plätze für Insektenhotels; Naturwiesen und Wildblumen; Obst- und Beerenwahl, sowie deren Pflege; richtige Pflege des Buchses; abwechslungsreiche Staudenrabatte erstellen.

An Ort und Stelle konnten dann die Vorschläge der Ornithologen, gemäss ihren Fachbereichen, eingebracht werden. Das Feedback war durchweg positiv. Viele Ideen wurden aufgegriffen und umgesetzt.

Dass das kein einmaliges Projekt ist, wurde uns schnell klar. Wir werden auch im nächsten Jahr interessierte Haltener beraten und hoffen, mehr Menschen zu motivieren, ihre Gärten naturnaher zu gestalten. Denn ein gesunder Garten erfreut nicht nur den Menschen.