Ferienpass

Power Kids Day – Höhepunkt und Abschluss einer erlebnisreichen Ferien(s)passzeit

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721 Kinder vergnügten sich in Kleindöttingen in 146 Kursen

In den Frühlingsferien profitierten 721 schulpflichtige Kinder des unteren Aaretal vom attraktiven Ferien(s)passangebot. Das 20köpfige Team organisierte im Vorfeld 146 Kurse und neun freie Angebote. Des weitern kamen Gutscheine für Minigolf, Hallenbad, Lotto und Kino dazu. Neu dabei waren Bons für Ponyreiten, Mini-Autorennen, Plauschparcours, Märlistunde sowie Schminken/Frisieren oder Airbrush am Power Kids Day. Dieser Anlass mit Schwerpunkt Floh- und Tauschmarkt fand bei strahlend schönem Wetter und frühlingshaften Temperaturen in Kleindöttingen statt. Nicht zuletzt wegen des attraktiven Rahmenprogramms kamen überraschend viele kleine und grosse Besucher.
Kurz nach 08.00 Uhr herrschte bereits emsiges Treiben auf dem Schulhausplatz. Mirco Röther von Stage-Conzept Showtechnik Full richtete die alte Turnhalle ein für die DJ-Show mit Huldrych Egli. Auch die Singstar-Show mit Special Guests profitierte von der tollen Anlage. Drei Schülerinnen von Stephan May vom TanzDach Klingnau setzten am Nachmittag gekonnt ihre Stimme ein und brachten das Publikum zum Toben. Auch die 14 Mädchen der Mittel- und Oberstufe, die ein paar Tage zuvor einen Ferienpasskurs besucht hatten, durften ihr Können unter Beweis stellen. Für ihre Bühnen-Premiere ernteten sie viel Applaus.
Wer aber an diesem Morgen zuerst aus den Federn kroch, war Sandra Piubel mit ihrer Tochter und Mutter. Das Trio nahm gerne den etwas längeren Weg mit dem Kleinbus auf sich, um ihre Second Hand Kleider zu verkaufen, die sich sonst in Othmarsingen befinden. Und was wäre der Ferienpass ohne die wertvollen Helfer? Zu ihnen zählt auch Alois Weber aus Böttstein. Ob es um eine Turnhalle für das Lotto einrichten oder einen Anhänger ankoppeln geht - er kommt immer dann zum Einsatz, wenn Frauenkräfte nicht genügen. So hatte er an diesem Morgen den Auftrag, zwei Hüpfburgen vom Industriegebiet zur Wiese Kalt zu transportieren. Vor Ort erwarteten ihn und AXA Winterthur Agenturleiter Michael Preiss schon drei kräftige Männer. Es war imposant mitanzusehen, wie sich die kleinen Pakete innert kürzester Zeit zu dreimeterhohen Gebilden entpuppten. Und nicht lange dauerte es, bis sich die ersten Kinder herumtollten. Auf derselben Parzelle wurde auch Pony geritten. Corinne Kählin vom Valurhof chauffierte vier Ponys vom Hagenfirst nach Kleindöttingen. Auch sie leistete noch Überzeit, damit jedes Kind noch seine zwei Runden drehen konnte.
Was dieses Jahr auf reges Interesse stiess, war der Floh- und Tauschmarkt. Kurz nach 09.30 Uhr fanden sich nämlich schon die ersten Händler mit und ohne Leiterwagen ein. Sie wollten schliesslich den besten Platz für ihren Verkaufsstand ergattern. Auch Sepp Lehmann, der Präsident vom Samariterverein Leuggern und Umgebung und seine Frauen vom Verein waren mit von der Partie. Sein Vorhaben, regelmässige Vorführungen zu machen, konnte nicht lange umgesetzt werden, denn schon bald belagerten unzählige Kinder sein Zelt. Jedes bettelte um eine Moulage. Zugegeben, diese waren auch perfekt gemacht, sodass auch Gabriela Saxer, die Gesamtleiterin des Ferienpasses, einem Erstklassmädchen auf den Leim kroch. Dieses verstand es nämlich perfekt, sich in Szene zu setzen und eine ernsthafte Verletzung vorzutäuschen. Das Schauspiel dauerte aber nicht lange und am Schluss lachten beide. Alice Lüthi aus Koblenz, eine Geschichtenerzählerin, die mit Leib und Seele bei der Sache ist, schaffte es, alle in ihren Bann zu ziehen. In ihrer zweiten Stunde lauschten gegen 40 Kinder jeder Altersstufe ihren spannenden Geschichten. Voll auf ihre Kosten kamen auch Tierliebhaber. Im Rain I stellte Franz Oberbühler vom Kleintierzüchterverein Klingnau und Umgebung seine Kaninchen aus. Die knuddligen Vierbeiner durften sogar in den Arm genommen und gestreichelt werden. Zudem gab es je nach Anzahl Kinder, also ganz flexibel, einen Vortrag mit abschliessenden Wettbewerbsfragen.
Und wer Hunger oder Durst verspürte, der verpflegte sich an den verschiedenen Ständen. Im Militäressraum befand sich eine Kaffeestube. Die Frauen richteten sich zudem auf dem Schulhausplatz ein zweites Standbein ein. Gleich neben ihnen wartete eine lange Menschenschlange geduldig auf eine Pizza von Cupertino‘s. Auch vor dem Hot-Dog-Stand mussten zeitweise Wartezeiten in Kauf genommen werden. Dorli Vögeli und ihr Sohn arbeiteten aber speditiv und mussten bei der Metzgerei Köferli in Döttingen sogar Nachschub holen. Auch Peter Busse von Venezia Glacé in Klingnau war ständig am Glacékugeln portionieren. Preise wie im letzten Jahrhundert, hörte man hie und da sagen. Das war auch Sinn und Zweck des Organisationskommittees. Schliesslich wollte man keinen Profit schlagen, sondern etwas für pro juventute (für die Jugend) machen.
Und wer keinen Verdauungsspaziergang machen wollte, der meldete sich bei den Oberstufenjungs der Jugi des TV Eien-Kleindöttingen. Sie stellten in der Halle 4 einen Hindernisparcours auf und feuerten die Kids via Mikrofon an. Wo sehr viele kleine und „grosse" Jungs anzutreffen waren, war auf der Mini-Autorennbahn von rc-fun-racing in Kleindöttingen. Marco Kaiser und sein Team hatten alle Hände voll zu tun, den Ansturm der Besucher im Zaun zu halten. Dasselbe Bild präsentierte sich ein Stockwerk höher im Beauty-Room. Airbrush mit Veronika Preiser aus Gippingen und Schminken mit Judith Bürgi aus Böttstein waren angesagt. Weil der Raum mit wartenden Kindern zu bersten drohte, sprangen spontan noch drei Schminkdamen ein. Auch sechs Hände vom Coiffeur-Team Création Antonella reichten nicht aus, die vielen Mädels zu bedienen. Sie liessen sich deswegen aber nicht aus der Ruhe bringen, fanden es sogar noch toll, dass so viele den Weg ins alte Schulhaus gefunden hatten. Sie frisierten voller Elan mit Kamm und Lockenstab und flochten auch mal Perlen ins Haar oder gaben mit einem Farbspray den letzten Schliff. Zur Freude aller gab's für jedes noch einen Fr. 5.-Bon mit nach Hause. Das war vor allem für diejenigen ein Trostpflaster, die zum Abschluss des Tages den Raum verlassen mussten, weil der Ballon-Wettflug anstand.
Nach einer kurzen Ansprache durch die Gesamtleiterin des Ferienpasses zählten alle Anwesenden rückwärts von 20 auf 0. Erst dann durften die 600 Ballone in die Lüfte steigen. In diesem Moment fragte sich bestimmt so manch eine/r, wohin der Ballon wohl fliegen resp. landen würde. Am besten am weitesten entfernt Richtung Westen, denn schliesslich winkt Ende Juni 2009 als Hauptpreis ein Goldvreneli von der ortsansässigen Raiffeisen Bank. Und damit es leichter fiel, den Ballon fliegen zu lassen, dafür sorgte Erika Müller aus Lengnau. Sie kreierte kunstvolle Modellierballone zum mit nach Hause nehmen.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön allen, die das Projekt in irgend einer Art und Weise unterstützt haben. Die Ferienpasszeit war einmal mehr ein voller Erfolg. Wer diese Zeit nochmals gemütlich Revue passieren lassen möchte, kann das gerne mit der Bildergallerie unter www.ferienpass-unteres-aaretal.ch machen. Das OK freut sich auf nächstes Jahr, wenn es heisst, 30 Jahre Ferienpass Unteres Aaretal mit Spezialprogramm und Jubiläumspreis!

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