Natur- und Vogelschutzverein Rheinfelden NVVR

Picknickplatz im Wildtierkorridor – das darf nicht sein

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Die Stadt Rheinfelden bemüht sich seit Jahren, daran besteht kein Zweifel, für seine Einwohner und Gäste nur das Beste zu bieten. Ganz besonders was die Ästhetik anbelangt, ist sicher der Wackerpreis der klare Beweis für höchstes Können. Nun gibt es allerdings einen Teil der Bewohnerschaft, welcher bei all diesen Bemühungen gerne etwas vergessen wird. Es sind eher wenig auffällige Bewohner, zwar sehr viele, aber sie bezahlen keine Steuern und die meisten davon sind vierbeinig. Unauffällig sind sie darum, weil sie mehrheitlich bei Nacht oder in der Dämmerung unterwegs sind. Ein wenig verständlich also, dass sie bei der Planung gerne vergessen werden. So zum Beispiel beim neuen Rheinuferweg, der durch einen Wildtierkorridor von überregionaler Bedeutung führt. Da Siedlungen, Bahn, Strassen, Kiesgruben etc. vielen bodengebundenen Tieren das Fortkommen immer schwerer machen, haben Bund und Kantone sogenannte Wildtier-Korridore eingerichtet, die die ungehinderte Wanderung der Wildtiere gewähren sollen, z.B. um Inzucht zu vermeiden und somit den Fortbestand von Populationen sicherzustellen.  

Nun plant Rheinfelden ausgerechnet im Wildtierkorridor einen Picknickplatz: im Nadelöhr zwischen Kraftwerk und Kiesgrube Chleigrüt, der letzten bewaldeten Vernetzungsachse im Grossraum zwischen Möhlin und Rheinfelden. Schwer verständlich! Zweifellos ein schöner Aussichtspunkt, am Tag auch kein Problem. Aber nächtliches Feiern, gar mit Feuer, das darf nun wirklich nicht sein! Wie sollen da Fuchs und Hase, Reh und Dachs und viele andere noch ungehindert wandern können und ohne Todesängste in ein neues Gebiet vordringen, um ein neues Revier oder einen Partner zu finden?

Wir haben eine schöne Stadt mit zahlreichen tollen Picknickplätzen am Rheinufer und im Grünen. Es gibt aber auch Grenzen, die wir Menschen akzeptieren müssen, und wo die Verdrängung der Natur aufhören muss!

Der Mensch ist auch ein Teil dieser Natur – er kann ohne sie nicht überleben.

Für den Vorstand des Natur- und Vogelschutzverein Rheinfelden NVVR

Markus Thüer

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