Der Orchesterverein Rheinfelden unter der Leitung von Klaus Jacobeit spielte am vergangenen Sonntag zum Herbstkonzert auf. Der Präsident Jean Jacques de Wijs begrüsste das Publikum mit fröhlichen Worten und bemerkte, dass es diese „Konzertreihe" schon seit 131 Jahren gibt. Der Orchesterverein Rheinfelden ist also eine grosse Erfolgsgeschichte. Dass sie auch in Zukunft weitergehen wird kann man daran ablesen, dass sich immer mehr junge Musiker und Musikerinnen entscheiden, mitzuspielen. Eine Verjüngung findet statt und das ist ein gutes Zeichen.

Das Programm startete mit Haydns Ouvertüre zur Oper „Il mondo della luna". Sie bildete einen schwungvollen, satten Auftakt. Anschliessend erklang das Konzert für Flöte und Oboe von Domenico Cimarosa. Denise Lehnherr spielte ihre Flöte warm und einschmeichelnd, während Dominique Fauquex mit der Oboe die Strahlkraft und den klaren Ton einbrachte. Es war ein schönes Zusammenklingen der beiden Instrumente, das besonders im Largo zum tragen kam.
Spielerisch beschwingt schloss das Rondo den solistischen Teil ab.

Als drittes Stück wurde nun die „Jenaer Sinfonie" von van Beethoven gespielt. Hier legte das Orchester seinen besten Klang hin. Lebendig und mit schönstem Zusammenspiel wurde hier musiziert. Besonders im zweiten Satz spielte das Orchester auch die emotionale Dynamik aus.
Die Streicher klangen sicher und voll, die Bläser ergänzten sie und gaben ihren Klang aufs Beste. Der junge Paukenist setzte seine dominanten Akzente so souverän und sicher, dass es eine Freude war.
Wohlverdient war der Applaus für die Solisten und das engagierte und geforderte Orchester. Es war der Abschluss eines erfreulichen Sonntagnachmittags.
Das nächste Konzert findet am Samstag, 9. April im Kasinokurbrunnensaal statt. (de)