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Odd Fellows Rheinfelden: „Bescheidenheit - Leittugend für intelligentes Führen“

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Prof. Dr. Hans A. Wüthrich

Prof. Dr. Hans A. Wüthrich

Die gastgebende Waldstadt-Loge Nr. 12 aus Rheinfelden konnte anlässlich einer regionalen Sitzung der Odd Fellows der Nordwestschweiz mit Prof. Dr. Hans A. Wüthrich einen ausgewiesenen Referenten zu einem spannenden Thema präsentieren.

Obermeister Romano Ratti zeigte sich hocherfreut, den rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Prof. Dr. Hans A. Wüthrich aus Rheinfelden, einen international bekannten Schweizer Managementforscher und Buchautor vorstellen zu können. Wüthrich, Inhaber des Lehrstuhls für Internationales Management an der Universität der Bundeswehr in München, Privatdozent an der Universität St. Gallen sowie Partner einer Beratungsfirma ging in seinem Impulsvortrag auf das Thema „Bescheidenheit - Leittugend für intelligentes Führen“ ein.

Nach Wüthrich zwingt uns das Thema an die Wurzeln zu gehen und nach dem zivilisatorischen Sinn menschlichen Wirtschaftens zu fragen. Damit Wirtschaft wieder der Gesellschaft dient, benötigt sie eine neue, alte Bescheidenheit. „Bescheidenheit“ wird dabei nicht primär im Sinne der Selbstbeschränkung, sondern bezogen auf die grundsätzliche Steuerbarkeit von Organisationen und die Möglichkeiten einer Gestaltung durch Führungskräfte verstanden. Die augenfällige Differenz zwischen dem, was wir zu wissen glauben und dem, was wir wissen, zwingt uns dazu. Gesellschaft, Politik und Wirtschaft benötigen keine omnikompetente Silberrücken, die tagtäglich erklären, wie die Welt funktioniert. Was sie benötigen, ist eine Haltungselite, die sich durch eine hohe Reflexionsfähigkeit, leisen Mut und gelebte Beziehungsqualität auszeichnet. Wüthrich appellierte an die Verantwortungsträger, sich den „Luxus“ des Hinterfragens und die Abkehr von allem Dogmatischen zu leisten. Reflexion lässt mehr sehen und sensibel wahrnehmen, aber auch bescheiden, achtsam und ehrlich agieren.

„Ich beobachte mich selbst - nehme die Blindheit gegenüber der eigenen Blindheit wahr. Ich gehe in mich, stelle Nichthinterfragtes in Frage. Ich höre auf meine Gefühle, prüfe die mich leitenden Glaubenssätze und Vorurteile. Ich sehe, dass ich nicht sehe, was ich nicht sehe. Ich erkenne den Preis der Beschleunigung, höre aufmerksam zu, treffe massvolle Entscheidungen und bin ehrlich zu mir selbst“, so die Schlussempfehlungen des Referenten.

Der Vortrag ist bei den Teilnehmern auf sehr grosse Resonanz gestossen und hat wesentliche Themen mit denen sich die Odd Fellows befassen, angeschnitten.

Der weltliche Orden der Odd Fellows, eine politisch und konfessionell neutrale Vereinigung, gründet nicht auf einer Religion, sondern auf allgemein gültigem humanitärem und ethischem Gedankengut. Die Ziele der Odd Fellows und ihr Verhältnis zur Gesellschaft sind auf ihrer Homepage www.oddfellows.ch ersichtlich.

Text: Roland Weiss

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