Die SP Obersiggenthal hat mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, dass der Kanton im Rahmen der OASE (Ostaargauer Strassenentwicklung) die Planungsleiche Martinsbergtunnel aus den 60er Jahren wieder aufs Tapet bringt. Vom Gemeinderat erwartet die Partei, dass er sich wie früher vehement gegen dieses unsinnige und teure Strassenbauprojekt wehren wird.

„Macht es Sinn“, so fragte der Gemeinderat Obersiggenthal im April 2009, „den Verkehr aus dem unte­ren Aaretal und dem Siggenthal auf die Siggenthaler Brücke zu führen und via Martinsbergtunnel einen höchst komplizierten Anschluss an die A1 zu bauen?“ (AZ vom 21.4.2009). Dieses Projekt werde eine heftige Abwehrhaltung bei der Obersiggenthaler Bevölkerung auslösen.

Daran hat sich nichts geändert – im Gegenteil. Die Bevölkerung von Kirchdorf und Nussbaumen leidet heute unter dem gewaltigen Durchgangsverkehr von über 20‘000 Fahrzeugen pro Tag und ist nicht bereit, nochmals 7‘000 Fahrzeuge mehr pro Tag mitten durchs Dorf zu „schlucken“.

Die SPO erwartet vom Gemeinderat und seiner Verkehrskommission, dass sie sich im Rahmen der Vernehmlassung klar gegen diese „Lösung“ mit Martinsbergtunnel aussprechen. Die interessierte Be­völkerung soll bei der Erarbeitung soweit wie möglich – zum Beispiel im Rahmen eines Workshops – einbezogen werden.

Nussbaumen, 13. Dez. 2015

SP Obersiggenthal

Hansueli Schütz, Präsident