Die schweizweit bekannte Sozialexpertin, Kantonsrätin Barbara Steinemann legte in Windisch, Fakten und Statistiken auf den Tisch, welche die extreme Steigerung der Ausgaben im Sozialwesen erklären. Am praktischen Beispiel der SKOS-Richtlinien löste sie Unverständnis und Entrüstung aus:

 
Ein ungelernter Sozialhilfebezüger lehnt eine mit 5500 Franken dotierte Stelle ganz cool ab, weil er in der Sozialhilfe mit Frau und zwei Kindern besser fährt: Neben dem Grundansatz plus Zulagen sind ihm Miete, Steuern, Krankenkasse, Zahnarzt schon bezahlt. Davon kann ein Arbeitnehmer bloss träumen.

Die Referentin zeigte auf, welche Systemänderungen notwendig sind, damit der Steuerzahler nicht ungebremst Sozialausgaben finanzieren muss.

Die SKOS-Richtlinien fördern Faulheit, setzen falsche Anreize. Diese widersprechen dem Empfinden des arbeitenden Bürgers.
Schweizer Gesetz, das Sozialleistungen jedem zuspricht, der noch nie einen Rappen ins Sozialsystem einbezahlt hat, ist zu ändern um die Ausgaben nicht ins Unbezahlte steigen zu lassen.
Bezüger von Sozialleistungen, die seit zehn Jahren keine Anstrengung zur Änderung ihrer Situation unternehmen, sollten degressive Zahlungen erhalten, um motiviert zu werden, selber etwas zu tun zur Verbesserung ihrer Lage.
Hilfe sollte stets Hilfe zur Selbsthilfe sein. „Sozial“ bedeutet, alles zu tun, um der Allgemeinheit nicht zur Last zu fallen.
Faulheit, Frechheit, Renitenz sollten nicht umgedeutet, (als Krankheit bezeichnet) werden, um weitere Heerscharen von teuren Helfern zum Therapieren dieser angeblichen „Krankheiten“ aufzubieten.
Sie sollten vielmehr Grund sein, Sozialrenten zu kürzen: empfindlich, spürbar, nicht bloss pro forma. Warum sollen Kinder anständig tun, wenn für ihre verhaltensgestörten (sorry: verhaltensoriginellen) Kameraden teure Sondersettings berappt werden?

Die Gesetzesverluderung muss gestoppt werden. Trifft das Migrationsamt einen Entscheid, beeilen sich Verwaltungsgerichte, diesen umzustossen. Rekursmöglichkeiten unter Anleitung von Anwälten, welche der Steuerzahler finanziert, werden missbraucht. Warum sind hundertmal mehr Eritreer bei uns als in Österreich? Unsere Definition von Asylgründen zieht sie an.
Die Juristin, Frau Steinemann, hat Statistiken für die Schweiz, für den Kanton Aargau, für die Gemeinde Windisch gesucht und gefunden. Ihre sachliche Präsentation der Fakten überzeugt.

Diese belegen, dass Kosmetik nicht reicht, sondern dass Systemänderungen durchgesetzt werden müssen. Die Sozialausgaben wie die Schulden (immer häufiger auch reicher Städte und Kantone) weisen alarmierend in eine Richtung: Ungebremst nach oben.

„Uns geht’s ja gut“, „es ist nicht unser Verdienst, in der schönen Schweiz geboren zu sein“, Sprüche, die der SVP entgegengehalten werden, wollen verhindern, dass wir Tendenzen, Statistiken und Trends richtig interpretieren. Nämlich dass es so nicht weitergehen kann.

SVP Birrhard und Windisch