BAD ZURZACH (db) – Was stimmen Sie am 4. März zu No-Billag? Dieser Frage ging die SP Zurzibiet am Samstag bei einer Standaktion im Flecken nach. Das Fazit vorweg: Die meisten wollen die SRG erhalten und werden deshalb Nein stimmen. Die wenigen Befürworter der Initiative brachten als einziges Argument vor, dass sie keine Gebühren zahlen wollen, selbst wenn sie Radio und Fernsehen nutzen. Allen anderen ist offenbar klar, dass es nichts umsonst gibt. Im Gegenteil graut ihnen davor, künftig für jede Sendung separat zahlen zu müssen und keine ausgewogene Berichterstattung mehr zu bekommen. Sie wollen keine Medien, die von Partei- und Marktinteressen geleitet sind und entsprechend einseitig informieren. Viele befürchten einen massiven Abbau des Programms und dass Sendungen gestrichen werden, die sie regelmässig geniessen.

Die Vorlieben sind dabei sehr verschieden und genau darum wird weiterhin ein breites Angebot gewünscht. Selbst ein Mann, der gar keinen Fernseher besitzt, machte sich für den Erhalt der unabhängigen Berichterstattung stark. Er informiere sich über das Radio und betrachte die Medienvielfalt als wichtige Grundlage für den gesellschaftlichen Dialog und Zusammenhalt. Einigkeit herrschte auch darüber, dass das Internet nur ein Medium sei und keine fundierte Berichterstattung ersetzen könne. Eine Frau meinte lachend, sie schaue Skirennen halt gerne auf einem Schweizer Sender, weil da die Schweizer Sportler mehr Aufmerksamkeit geniessen. Überhaupt müsse die Schweiz doch ihre eigenen Sender haben, sonst verliere sie einen wichtigen Teil ihrer Werte und Kultur. Ein ehemaliger Barbetreiber störte sich zwar an den Billag-Gebühren für Unternehmen, wird aber trotzdem Nein stimmen, weil er das Angebot der SRG grundsätzlich schätzt. Man müsse den Leistungsauftrag, die Höhe der Gebühren und die Art der Gebührenerhebung überdenken, dürfe nun aber nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Die SP Zurzibiet schliesst sich diesem Votum an. Sie bittet darum, nun auch wirklich abstimmen zu gehen und ein Nein einzulegen.