An einem lauschigen Montag Abend haben sich 19 Frauen des FTV Kaisten zu Fuss auf den Weg nach Laufenburg gemacht, um das nächtliche Laufenburg kennenzulernen.

Am diesjährigen, von Karin Finkbeiner wunderbar organisierten Maibummel haben die Turnerinnen des FTV Kaisten Laufenburg von einer Seite kennengelernt, die selbst alteingesessenen Kaisterinnen noch nicht bekannt war. Aber fangen wir vorne an. 19 aktive und passive Mitglieder haben sich am Abend des 27. Mai zu Fuss auf den Weg von Kaisten nach Laufenburg gemacht. Dort angekommen, haben wir uns zunächst im Restaurant Adler mit Pizza gestärkt. Ein herzlicher Dank geht an die grosszügige Spenderin. Nach dieser geselligen Runde begann die Führung durch das nächtliche Laufenburg. Begleitet vom Schein der Laternen wurden verschiedene Punkte angesteuert. 

Nachdem wir anhand von Bildern gezeigt bekommen haben, wie der Rhein und sein „Laufen“ sich im Zuge des Kraftwerkbaus verändert haben, wurden wir in den Berufsstand der Henker eingeführt. Da diese glücklicherweise nicht rund um die Uhr beschäftigt waren, wurde ihnen zusätzlich die Verantwortung für die Reinigung des Abwassersystems übertragen. Ein Highlight des Abends waren sicherlich die Gewölbekeller unter der Stadtmauer im Bereich der Kirche. Deren Existenz war den meisten Teilnehmerinnen unbekannt. Erfreulicherweise haben wir nach einem Abstieg durch eine Luke nicht den dort vermuteten Stadtgeist angetroffen, sondern standen in von Kerzenschein beleuchtetem Gewölben.

Auf dem Weg zum Wasenturm haben wir einen Abstecher zur Burgruine gemacht. Der Stadtführer hat uns bestätigt, dass der dort vermutete Schatz noch nicht gehoben wurde, sondern immer noch auf den Finder wartet. Der FTV Kaisten überlegt nun, die Turnstunde vor die Burgruine zu verlegen und statt Kniebeugen und Liegestütz künftig die Disziplin „Schaufeln“ zu trainieren. 

Zum Abschluss durften wir noch erfahren, wie die Gefangenen im bis 1984 betriebenen Gefängnis im Wasenturm gelebt und ernährt wurden. Bei einer Gefangenenmahlzeit bestehend aus Wasser und Brot konnten wir erahnen, wie eng es in den 6-Mann-Zellen zugegangen sein muss. Gestärkt traten wir den Fussmarsch zurück nach Kaisten an.