Das traditionelle Neujahrskonzert der Brass Band Imperial Lenzburg im Gemeindesaal Möriken konnte die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer einmal mehr begeistern. Im ersten Teil entführte die BBI unter der Stabführung von Rafael Camartin die Besucher in die Balkanländer Bulgarien, Rumänien und Ungarn.

Mit «Balkan Moods Suite» ging es kreuz und quer durch alle Register der Brass Band. Brummige Posaunenklänge wurden übertönt von wilden Paukenwirbeln. Feinfühlige Soloeinlagen von Pascal Koller mit der Tuba, Caroline Bolliger auf dem Flügelhorn oder Irmgard Ripfel und Marcel Grob mit dem Euphonium und Anthony Buchard auf dem Cornet dämpften die Lautstärke aber jeweils wieder. Dass es auch ohne Musikinstrumente rhythmisch bleibt, versteht es Rafael Camartin ausgezeichnet, die Musikantinnen und Musikanten summend oder klatschend zu beschäftigen. Die vier Schlagzeuger in weissen Hemden hetzten an den verschiedensten Perkussionsinstrumenten hin und her, und verstärkten die musikalische Einwirkung auf die Zuhörer eindrücklich.

Mit viel Humor, guten Recherchen und charmant führte Helen Gloor durch das Programm. Wissenswerte Details zum ersten Teil vermittelte sie genau so lächelnd wie Anekdoten über die Filmhelden im zweiten.

Die Reise führte mit John Williams «The Cowboys Overture» oder der berühmten Filmmusik von Ennio Morricone aus dem Klassiker «The Good, the Bad and the Ugly» vom Balkan in den Wilden Westen von Amerika. Mit Filmmelodien aus «Amazing Grace» oder «Hoedown from Rodeo» zauberte die Brass Band weitere hochstehende Klangqualität durch den Saal. Mit der Filmmusik von Alan Silvestri aus dem Film «Back To The Future III» endete das Programm – nicht aber der Auftritt der Musikerinnen und Musiker. Es gab kein Wegtreten ab der Bühne, das Publikum wollte mehr. Der Radetzkymarsch beendet nicht nur andere Neujahrskonzerte in der grossen weiten Welt – auch in Möriken bildet er den Schlusspunkt und den Start in ein gesundes, neues Jahr.