Naturschutzgruppe

Naturschutzgruppe Bergdietikon pflanzt Hochstamm-Obstbäume

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BergSamstag, 30. April 2011 - Nationaler Tag der Hochstammbäume

Pro Stunde verschwinden in der Schweiz 7 Hochstamm-Obstbäume!
Die Naturschutzgruppe Bergdietikon will da Abhilfe schaffen. Letztes Jahr konnte sie Bauer Löffel überzeugen Hochstammbäume anzupflanzen. Dieses Jahr hat nun Hans Peyer vom Mädisguet 4 Bäume gepflanzt und zwar 1 Linde, 1 Eiche, 1 Apfel- und einen Zwetschenbaum. Die Kosten hat die Naturschutzgruppe übernommen. Die Pflege aber übernimmt er gerne und das ist nicht selbstverständlich!
Als Hochstammbäume bezeichnen wir Bäume ab einer Asthöhe von 1.80m. Im heutigen Landschaftsbild fällt auf, dass hochstämmige Obstbäume immer mehr Niederstammbäumen weichen müssen. Hochstammbäume sind kulturlandschaftlich, -geschichtlich wichtig und können eine Bereicherung für das Landschaftsbild sein.
Der Rückgang des Lebensraums zeigt auch Wirkung auf seine Bewohner. 2006 wurde in der Schweiz erstmals kein brütender Rotkopfwürger mehr festgestellt. Auch Wendehals und Gartenrotschwanz haben stark abgenommen. Die heutigen Obstgärten bieten kaum noch Nistmöglichkeiten für Höhlenbrüter. Rund die Hälfte der Brutvögel des Obstgartens brütet in Baumhöhlen: Steinkauz, Wiedehopf, Wendehals, Grünspecht und andere Spechte oder Meisen. Sie alle benötigen dicke, kräftige Stämme oder ausfaulende Astlöcher von Hochstamm-Obstbäumen als Brutplätze. Grauschnäpper, Gartenbaumläufer und Gartenrotschwanz brüten in Nischen und Halbhöhlen. Distelfink und andere Finkenarten nisten in Astgabeln und gehören zu den Freibrütern.
Im Luftraum zwischen und über den Bäumen jagen Schwalben und Grauschnäpper nach Insekten. Exponierte Äste sind wichtig für Wartenjäger (z.B. Mäusebussard), während Wiedehopf und Drosseln am Boden nach Nahrung suchen. Kernobstbäume sind sowohl zur Futtersuche als auch zum Brüten besser geeignet.
Neben Vögeln bieten Obstgärten auch anderen Tieren Nahrung und Lebensraum: Fledermäusen (z.B. Abendsegler), Garten- und Siebenschläfern sowie unzähligen Insektenarten.
Bäume die man heute pflanzt und pflegt haben in der nächsten Generation den höchsten Nutzungsertrag. Daher ist der Anbau von Hochbaumstämmen eine Investition in die Zukunft und für die nächste Generation.
Anita Weibel, Präsidentin

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