Gemeinnütziger Frauenverein Gränichen

Nachwuchs für Altersheim-Cafeteria gesucht

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Als „gemeinnützig, gesellig, angenehm, fröhlich und ungezwungen“ bezeichnete Herbert Sommerhalder von der Brockenstube das Vereinsleben des Gemeinnützigen Frauenvereins Gränichen (GFG) in seinem Grusswort anlässlich der gut besuchten GV. „Weil wir die Frauen lieben und ihre Arbeit wertschätzen, schenken wir dem GFG zum letztjährigen Jubiläumsjahr einen Beitrag von 1000 Franken. In den kommenden Jahren wird jeweils ein Beitrag von 250 Franken gesprochen, damit die Frauen weiterhin Gutes tun können.“

Es wird zwar nicht an die grosse Glocke gehängt, doch der GFG hat im letzten Jahr tatsächlich wiederum viel Gutes getan. Vor Ostern stellten Gemeinnützige Frauen über 500 Ostereier her und verkauften diese zusammen mit Backwaren am traditionellen Osterverkauf. Der Reinerlös von 2300 Franken kam 2012 dem Aargauer Hospizverein zur Begleitung Schwerkranker (AHBS) zugute. Osterhasen spielen die Frauen auch in diesem Jahr wieder: Eierfärben am 27. April im kath. Gemeindezentrum Gränichen von 13.30-16 Uhr; Verkauf am 28. März auf dem Lindenplatz. Der Erlös geht diesmal hälftig an das Töpferhaus in Aarau und an den eigenen Nothilfe-Fonds.

Dieser Fonds wird regelmässig durch die Einnahme aus dem Herbstverkauf und dem Reinerlös der Kunstausstellung auf dem Rütihof gespeist. Deshalb ist es dem GFG möglich, vor Weihnachten vom Leben benachteiligte Menschen zu beschenken. Es wird aber auch unter dem Jahr spontane und unbürokratische Hilfe geleistet, sei es, um eine Zahnarztrechnung oder ein Schullager zu finanzieren oder einen zerbrochenen Velohelm zu ersetzen. Zudem werden jedes Jahr alternierend Selbstverteidigungskurse für Schülerinnen oder Schüler organisiert und mitfinanziert.

Erstmals ein Mann als Mitglied
Auch das Vereinsleben kommt nicht zu kurz, denn der GFG versteht sich als tragfähiges soziales Netzwerk. Das zeigte die Ehrung von Mitgliedern, die schon seit vielen Jahrzehnten dazugehören. Das Jahresprogramm bietet eine Reihe gesellschaftlicher, (inter-)kultureller, informativer Anlässe an, die oft sogar Männer interessieren. Daher ist es nur logisch, dass der rund 160 Mitglieder zählende GFG erstmals einen Mann als Mitglied aufnehmen konnte.

Trotzdem haben auch die „Gemeinnützigen Frauen“ damit zu kämpfen, dass die Mitglieder immer älter werden und es nicht so einfach ist, Nachwuchs zu finden. Als Glücksfall kann die Regelung bei der Organisation der traditionellen Rütihof-Ausstellungen bezeichnet werden. Für Barbara Ducceschi-Küng, die in den letzten Jahren fünf grossartige Ausstellung kuratiert hat, konnte ein Dreierteam gefunden werden, bestehend aus Lisbeth Baumgartner, Regula Grundler und Irene Ursprung. Das Datum der nächsten Kunstausstellung steht bereits fest: 7. bis 18. November, im „Schuelhüsli“ auf dem Rütihof. Mit der Wahl von Christina Klesser-Messerli als neues Mitglied wurde vorgespurt für die sich in den nächsten Jahren abzeichnende Wachablösung im Vorstand.

Nachwuchs für Altersheim-Cafeteria gesucht
Weniger erfreulich sieht die Zukunft beim Cafeteria-Team aus. Seit der Eröffnung des Altersheims wird das Altersheim-Café vom GFG betrieben. Die Einnahmen, das sind immerhin weit über 60'000 Franken jedes Jahr, kommen dem Altersheim zugute. Mit Ruth Hunziker konnte zwar auch da eine motivierte Nachfolgerin für Hanni Andreoli gefunden werden, die die anspruchsvolle Leitung ebenfalls nach fast fünf Jahren abgeben wird. „35 Frauen zählt unser Team. Problematisch ist, dass unser ehrenamtliches Servicepersonal in die Jahre gekommen ist und viele von ihnen kürzer treten oder ganz aufhören möchten“, erläutert Hanni Andreoli. „Es wäre wunderbar, wenn sich viele Leute, die sich noch nicht zum ,alten Eisen, zählen, für einen solchen Job begeistern könnten“, wünscht sich die abtretende Leiterin. Sonst, das ist klar, muss für diese Aufgabe in absehbarer Zeit eine neue Lösung gefunden werden. (el)

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