Radsport

Nach 25-jähriger Wartezeit: Die Schweiz bekommt die Zusage für die Querfeldein-Weltmeisterschaften

Die Schweizer Querfahrerinnen und Querfahrer sind für die WM in Dübendorf gerüstet. Jolanda Neff, Lukas Flückiger und Lars Forster (von rechts) haben am Dienstag schon einmal die WM-Strecke getestet und kurz darauf trainiert.

Die Schweizer Querfahrerinnen und Querfahrer sind für die WM in Dübendorf gerüstet. Jolanda Neff, Lukas Flückiger und Lars Forster (von rechts) haben am Dienstag schon einmal die WM-Strecke getestet und kurz darauf trainiert.

Anfangs Februar 2020 findet in Dübendorf die Querfeldein-Weltmeisterschaften statt. Ganze 25 Jahre musste die Schweiz auf diesen Anlass warten. Bevor dieser allerdings losgehen kann, geht vorher jedoch in Baden die Schweizer Meisterschaften über die Bühne.

Auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens Dübendorf finden am 1.und 2. Februar 2020 nach einem Unterbruch von 25 Jahren erstmals wieder Querfeldein-Weltmeisterschaften in der Schweiz statt. Zwei Monate vor diesen Titelkämpfen trainierten die Schweizer Querfahrer auf der WM-Strecke. Bevor es zur WM geht, werden in Baden am 12. Januar 2020 jedoch die Schweizer-Meister-Titel vergeben.

Den ganzen WM-Rundkurs konnten die Schweizerinnen und Schweizer am Dienstag nicht befahren. Zwei Monate vor den Weltmeisterschaften ist in Dübendorf von der Strecke vieles erst auf dem Papier eingezeichnet.

Und die in Dübendorf immer noch landen Privat-Flugzeuge hatten nicht nur am Dienstag, sondern bis kurz vor der WM Vorrang: Vom 21. bis 24. Januar 2020 findet in Davos nämlich das WEF statt. Dübendorf dient während dieser Zeit regelmässig als Standplatz für die Flugzeuge der Staatsmänner und Firmenbosse.

Freude überall

Trotz einiger noch zu lösenden Probleme überwiegt bei Swiss Cycling und bei den Fahrerinnen und Fahrer die Freude darüber, dass erstmals seit 1995 in Eschenbach wieder Querfeldein-Weltmeisterschaften in der Schweiz stattfinden.

«Wir geben es ehrlich zu: Es hat niemand auf die Quer-WM in der Schweiz gewartet. Aber dem Quersport gibt dieser Anlass Aufwind. Von der Stadt Dübendorf und vom Kanton Zürich haben wir viel Unterstützung erfahren. Wir haben die Finanzen im Griff und sind zuversichtlich, dass wir mit einer schwarzen Null abschliessen werden», ist der Aargauer Markus Pfisterer, der seit zehn Jahren Geschäftsführer von Swiss Cycling und Co-Ok-Präsident der Quer-WM ist, überzeugt.

Neff und Flückiger besprechen nach dem Training ausgiebig die Strecke der am 1. und 2. Februar 2020 in Dübendorf stattfindenden Weltmeisterschaft.

Neff und Flückiger besprechen nach dem Training ausgiebig die Strecke der am 1. und 2. Februar 2020 in Dübendorf stattfindenden Weltmeisterschaft.

Bei den Sportlerinnen und Sportlern hat die Durchführung der Welttitelkämpfe nicht nur viel Freude verursacht, sondern auch zu einem grösseren Interesse am Quersport geführt. «Einige Radsportler sind wieder zum Quer zurückgekehrt oder haben das Cross neu entdeckt. Wir gehen mit guten Aussichten in die WM-Rennen», weiss Nationaltrainer Bruno Diethelm.

Ein zweites heisses Eisen im Feuer

Bei den Frauen wird Jolanda Neff, die im Winter querfahrende Mountain-Bikerin, vorne erwartet. Bei den Männern haben die Nachwuchsfahrer die besten Aussichten. Kevin Kuhn führt in der Kategorie U-23 den Weltcup an. Mit dem im Moment in der Spitzensport-RS weilenden Romand Loris Rouiller hat hier die Schweiz ein zweites heisses Eisen im Feuer.

In der Elite gehören Schweizermeister Timon Rüegg aus Oberweningen sowie die Routiniers Marcel Wildhaber, Lukas Flückiger und Simon Zahner zu denjenigen Fahrern die direkt hinter den Belgiern und Holländern ins Ziel kommen könnten.

Die Holländer mit Titelverteidiger Matthieu van der Poel und die Belgier mit vielen Spezialisten sind in Dübendorf in der Elite-Kategorie die Favoriten. Die Veranstalter rechnen denn auch damit, dass aus diesen Quer-Hochburgen viele Fans an die Weltmeisterschaften kommen werden.

Schweizer Meisterschaften in Baden

Bis es jedoch zu den Weltmeisterschaften in Dübendorf kommt, stehen für die Querfahrer noch Prüfungen wie das am nächsten Sonntag, 1. Dezember, in Madiswil BE ausgetragene «Flückiger-Cross» oder die am 12. Januar in Baden stattfindende Schweizer Meisterschaft auf dem Programm.

Diese Meisterschaft und die anderen Rennen vor heimischen Publikum werden auch darüber Aufschluss geben, wer von den Schweizerinnen und Schweizern an den nach einem Unterbruch von einem Vierteljahrhundert erstmals im eigenen Land ausgetragenen Weltmeisterschaften an den Start gehen kann.

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